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Groß Klein : Anwohner im Einsatz für ihr Viertel

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Aus der Redaktion der Norddeutschen Neuesten Nachrichten

Als Groß Kleinerin der ersten Stunde kennt Helga Ketelhohn den Stadtteil mit all seinen Vorzügen und auch den Dingen, die noch verbesserungswürdig sind

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erstellt am 18.Feb.2016 | 16:00 Uhr

Als letztes der fünf Neubaugebiete entstand zwischen 1979 und 1983 der Stadtteil Groß Klein im Nordwesten Rostocks. Eine Anwohnerin der ersten Stunde ist Helga Ketelhohn. Sie zog vor knapp 37 Jahren vom Nachbarviertel Lichtenhagen in das neu entstandene Quartier. Seitdem hat sich in Groß Klein viel getan, der Stadtteil hat sich verändert. Denn, nachdem ab den 90er-Jahren viele Anwohner aus dem Ortsteil wegzogen, wurden Gebäude zurückgebaut. Dies schuf wiederum Platz für Grünflächen und neue Bauprojekte.

Heute finden die Einwohner in ihrem Viertel vor allem gute Einkaufsmöglichkeiten. „Vor Ort befinden sich verschiedene Lebensmittel-Märkte und auch die ärztliche Versorgung ist gut“, erzählt Ketelhohn. „Was jedoch fehlt und Groß Klein dringend wieder bräuchte, ist eine Drogerie. Wenn man etwas braucht, muss man entweder nach Lütten Klein oder Lichtenhagen fahren.“ Auch eine Gaststätte würde dem Viertel ihrer Meinung nach gut tun. „Es gibt zwar ein Eiscafé, aber ein Ort, an dem man mal gemütlich einen Kaffee trinken kann, gibt es leider nicht“, sagt die Rentnerin.

Wer einen Platz sucht, an dem sich Alt und Jung hinsetzten können, um zum Beispiel ein Stück Kuchen zu essen, findet diesen im Börgerhus. Das Awo-Stadtteil- und Begegnungszentrum im Gerüstbauerring ist nicht nur kulturelles Zentrum des Stadtteils, sondern das Haus hat auch eine Cafeteria. Diese wird vom Verein Gemeinsam für Groß Klein betrieben. Auch Helga Ketelhohn engagiert sich hier. Die aktive Ruheständlerin gehört dem Vorstand an. Zusammen mit anderen Groß Kleinern übernehmen sie die Versorgung der Cafeteria. Größtenteils ehrenamtlich offerieren sie nicht nur Selbstgebackenes, sondern auch täglich ein Mittagsangebot, das von den Einwohnern gern angenommen wird. Auch Stadtteilmanager Uwe Leonhardt kommt des Öfteren vorbei und lässt sich die gute Hausmannskost schmecken – auch, um Anregungen der Bewohner aufzunehmen.

Neben der Cafeteria kümmert sich der Verein auch um das Schulfrühstück „Lernen, aber statt“. Hier werden für den Groß Kleiner-Nachwuchs Stullen geschmiert, Kakao, Milch und Obst bereitgestellt. „Das wäre aber nicht möglich ohne die Unterstützung durch Spenden von Rostocker Unternehmen wie der Ospa, Wiro, den Stadtwerken oder Real“, ist sich Helga Ketelhohn bewusst. Und auch nicht ohne den Einsatz der Groß Kleiner, die sich mit ihr engagieren. 2015 wurde der Verein mit dem Sozialpreis der Hansestadt ausgezeichnet.

Auch das vielfältige Angebot im Börgerhus schätzt die Groß Kleinerin. Die Stadtteilbibliothek hat hier ihren Sitz, auch zahlreiche Kurse und die regelmäßigen Treffen der Babygruppen und Senioren bieten ein abwechslungsreiches Programm. Gleich nebenan befindet sich das Jugendzentrum 224. „Ich finde es wichtig, dass es etwas gibt, an dem die Leute teilnehmen können und sie Kontakte knüpfen können“, sagt sie.

Dies ist aber nur einer der Gründe, warum sich Helga Ketelhohn in Groß Klein wohlfühlt. Für Kinder gebe es genügend Spielplätze und auch die Verkehrsanbindung sei ihrer Meinung nach recht gut. „Man kann entweder den Bus oder die S-Bahn nehmen oder fährt einfach mit dem Rad.“ Aber, das wünscht sich die engagierte Rostockerin, an einigen Stellen könnte mehr Wert auf Sauberkeit und das Erscheinungsbild des Stadtteils gelegt werden. So wurde vor einigen Jahren der Haltepunkt Lichtenhagen durch Neupflanzungen verschönert. „Selbstverständlich muss das dann aber auch gepflegt werden“, weiß Ketelhohn.

Ein weiterer Punkt, der für das Viertel spricht, ist seine Lage. „Im Norden haben wir Warnemünde direkt vor der Haustür, im Süden grenzt der IGA-Park an Groß Klein und die Warnow haben wir auch noch“, sagt Helga Ketelhohn, die auch weiterhin in und für Groß Klein leben möchte.

Das Fazit:


 
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