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gewalt gegen Polizisten : Stadtpalast: Was geschah wirklich?

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Neuesten Nachrichten

Türsteher sollen Beamten und seine Freundin verprügelt haben / Laut Disko-Geschäftsführern trat das Opfer extrem aggressiv auf

von
erstellt am 28.Jul.2015 | 15:00 Uhr

Nachdem ein privat auftretendes Polizistenpärchen in der Nacht zum Sonntag vor Helgas Stadtpalast brutal zusammengeschlagen worden ist, zeigen sich dessen Geschäftsführer Rainer Lemmer und Paul Uhlitzsch schockiert. „Wir verabscheuen Gewalt generell, bedauern die Situation sehr und werden alles für eine Klärung tun“, sagen sie. In ihrer Diskothek seien alle Gäste willkommen. „Sollten dennoch einzelne Personen keinen Zutritt in den Club erhalten, liegt es nicht an ihrem Beruf, sondern wie in diesem Fall an einem stark alkoholisierten Zustand und einer hohen Aggression bei der Verweigerung des Zutritts in den Club.“

Laut Polizei wurde dem 35 Jahre alten Beamten bei der Auseinandersetzung das Nasen- und Jochbein gebrochen. Ihr zufolge sei allein sein Beruf Auslöser der Attacke gewesen – er sei von den Türstehern als Polizist identifiziert worden. Dem halten die Stadtpalast-Geschäftsführer entgegen: „Die Freundin des Polizisten, ebenfalls Polizistin, durfte selbstverständlich in den Club.“ Die 28-Jährige habe zudem schlichtend und deeskalierend auf ihren Partner eingewirkt, „als dieser sich mit aller Gewalt Zugang in den Club verschaffen wollte“.

Von beiden Seiten seien Fehler gemacht worden, so die Geschäftsführer. Zu der anschließenden Attacke an der Ecke Stampfmüller- und Arnold-Bernhard-Straße, wohin sich das Pärchen zurückgezogen hatte, „können wir keine Angaben machen, verurteilen diese aber zutiefst, sollten sie sich so zugetragen haben“. Laut Polizei waren etwa neun teils vermummte Männer aus dem Club gestürmt und hatten brutal auf das Pärchen eingeschlagen und -getreten. Erst als der alarmierte Rettungswagen anrückte, hätten die Schläger von ihren Opfern am Boden abgelassen. Bei ihnen soll es sich nach ersten Erkenntnissen auch um einige Mitglieder der Stadtpalast-Security handeln.

Schon früher sollen die Türsteher des Clubs ein angespanntes Verhältnis zur Polizei gepflegt haben. Darüber beschweren sich auch Besucher in den sozialen Netzwerken. Demnach hätten die Türsteher den Beamten den Zutritt in die Diskothek verweigert, als Anfang des Jahres vermehrt Handys gestohlen worden seien.

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