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Norddeutsche Neueste Nachrichten

20. November 2017 | 09:01 Uhr

Tourismus : Stadtpaddler führen Gäste über Warnow

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Neuesten Nachrichten

Paar zeigt Hansestadt von Flussseite aus

Sie legen am Fischerbruch ab, paddeln am neuen Petriviertel vorbei, die Warnow entlang bis zum Kröpeliner Tor. Dabei erzählen die Rostocker Sandra und Ronald Kley allerlei Spannendes über das Gesehene, laden Einheimische und Touristen zu einer Stadtführung der besonderen Art – im Kajak – ein.

„Angefangen hat alles letztes Jahr im April“, sagt Sandra Kley. Da hatte das Paar in Berlin selbst an einer Tour teilgenommen und war begeistert. Mittlerweile sind die Stadtpaddler so erfolgreich, dass ihr Mann die Touren hauptberuflich leitet, sagt Kley. Die Lehrerin unterstützt ihn, je nach Auftragslage. „In der Hauptsaison von April bis Oktober gibt es täglich zwei Touren“, sagt die Rostockerin. Daneben veranstalten die Paddelfans Mondscheintouren in der Dämmerung, Themenfahrten zur Hanse Sail und Eisschollentouren im Winter. Sie erzählen den Teilnehmern vom historischen Rostock zur Zeit der Slawen, von der Hanse bis hin zur heutigen Entwicklung, wollen es mit der Geschichte aber auch nicht übertreiben, schließlich gehe es bei den Touren auch um den Spaß am Paddeln.

„Eine Fahrt dauert etwa zwei Stunden. Davor gibt es eine Einführung in die Benutzung der Boote und zum Verhalten auf den öffentlichen Wasserstraßen“, erklärt Kley. Denn Sicherheit steht an erster Stelle. „Schwimmwesten sind bei uns Pflicht. Außerdem sind wir beide ausgebildete Rettungsschwimmer.“ Grund zur Sorge gebe es aber ohnehin nicht: Das Paddeln in den tiefliegenden Kajaks sei kinderleicht. Die mangofarbenen Thermoplast-Boote sind verhältnismäßig breit und zeichnen sich durch eine hohe Stabilität aus. „Und von den 2000 Gästen, die wir im letzten Jahr hatten, ist noch keiner ins Wasser gefallen“, sagt die ausgebildete Stadtführerin. Ungefähr die Hälfte der Teilnehmer seien Rostocker, der Rest Auswärtige – sogar aus dem Ausland.

Bei den Touren sind sie mit bis zu zwölf eigenen Kajaks unterwegs, die alle berühmte Namen, wie Rosa L., Ernesto oder Mahatma G., tragen. „Manchmal leihen wir uns welche dazu, bleiben aber pro Guide bei höchstens fünf Booten, sonst wird es zu unübersichtlich“, sagt die Paddlerin. Die Gäste erkunden die Stadt in Zweisitzern. Spritzdecken schützen ihre Habe bei zu heftigen Schlagbewegungen vor Wasser. „Das Besondere sind einfach die Perspektive und die Nähe zur Natur. Manchmal begegnen uns pubertierende Möwen oder Fischadler, die direkt vor uns nach Fischen tauchen“, schwärmt Kley. „Und wenn die Gäste Lust haben, machen wir auch einen Fischbrötchen-Stopp am Kutter“, sagt Stadtpaddlerin Sandra Kley.

Kontakt zu den Stadtpaddlern unter Telefon: 0176/62 00 11 32, per E-Mail an buchung@stadtpaddeln-rostock.de und im Internet auf www.stadtpaddeln-rostock.de

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