Stadthafen begeistert Touristen und den Scheich aus Kuwait

Der Scheich geht an Bord: Kutayba Alghanim verfügt über eine 19-köpfige internationale Crew, einen Helikopter, und sieben luxuriöse Kabinen.claudia Labude
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Der Scheich geht an Bord: Kutayba Alghanim verfügt über eine 19-köpfige internationale Crew, einen Helikopter, und sieben luxuriöse Kabinen.claudia Labude

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18. Juni 2012, 10:48 Uhr

in Bummel am Stadthafen ist nicht nur für Touristen ein Muss, wenn sie in der Hansestadt sind. Auch Einheimische können auf der Meile an der Unterwarnow, wo Kultur, Sport, Gastronomie und Geselligkeit ein Zuhause haben, immer wieder Neues erleben. Zum Beispiel den Besuch eines echten Scheichs.

Die Zaungäste staunten am Sonnabendabend nicht schlecht, als sie beim Bewundern der Yacht „Samar“ von einem Crewmitglied gebeten wurden, zur Seite zu treten. Im schwarzen Mercedes fuhr er dann vor – und wirkte dabei ohne Turban und stattdessen mit der Kamera um den Hals selbst wie ein Tourist: Scheich Kutayba Youssef Ahmad Alghanim. Dessen 2006 erbaute und gut 77 Meter lange Luxusyacht ankerte seit Dienstag am Stadthafen und gehörte seitdem zu den beliebtesten Fotomotiven. Einer, der das Glück hatte, die Yacht nicht nur von außen bewundern zu können, ist Peter Gröbke. Der Schiffsmakler von H.C. Roever hat Yacht und Crew für die Dauer ihres Aufenthalts betreut und war natürlich auch beim Ablegen dabei. „Eigentlich war der Liegeplatz bis Sonntag gebucht, aber ich habe einen Anruf bekommen, dass der Scheich am Sonnabend gegen 14 Uhr mit dem Heli an Bord eintrifft und am Abend Richtung Danzig ablegen will“, so Gröbke, der nach dem Telefonat unter anderem einen Lotsen für das Ablege-Manöver organisierte.

An Bord verfügt der Scheich über eine 19-köpfige internationale Crew. Der Kapitän, der sich am Sonnabend vor dem Ablegen kurz am Stadthafen sehen ließ und sogar um Autogramme gebeten wurde, ist laut Gröbke ein Amerikaner. Alles, was mit der Luxusyacht zu tun hat, faszinierte die Zuschauer an der Hafenkante. Zum Beispiel, dass der Mercedes samt Fahrer dem Scheich in jedem Hafen zur Verfügung steht, das Auto der „Samar“ an Land folgt. Selbst die Information, dass die Besatzung für mehrere tausend Euro in einem großen Supermarkt einkaufen war, sorgte für Erstaunen. Denn die Luxuswelt des Kuwaiters bleibt für viele unerreichbar. Lediglich zwei Gäste seien mit an Bord gewesen. Und mussten dafür die Schuhe ausziehen.

Damit erging es ihnen aber immer noch besser als den vierbeinigen Yacht-Gästen. Unter den amüsierten Blicken der zahlreichen Zuschauer bürstete das Personal die zwei Hunde, die der Scheich im Auto mitgebracht hat, erst einmal lange und ausgiebig und reinigte ihnen sogar die Pfoten, bevor sie an Bord und dann mit nach Danzig durften.

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