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Norddeutsche Neueste Nachrichten

23. November 2017 | 16:11 Uhr

Stadtgeschichte im besten Sinne

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svz.de von
erstellt am 10.Feb.2013 | 06:42 Uhr

Stadtmitte | Ein Früchtestillleben aus der Sammlung des Rostocker Arztes Georg Detharding, eine Mecklenburger Winterlandschaft und ein Gemälde der brennenden Petrikirche - so vielfältig sind die Werke in der Ausstellung "Kunst und Bürgersinn. Der Kunstverein zu Rostock" im Kulturhistorischen Museum. Gestern konnten sie ein letztes Mal von kunstbegeisterten Hansestädtern bewundert werden.

Für Museumsleiter Dr. Steffen Stuth war die Ausstellung ein Erfolg. Etwa 10 000 Besucher hätten sich die knapp 60 ausgestellten Werke seit der Eröffnung im November angesehen, sagt er. Neben Gemälden aus dem 19. und 20. Jahrhundert gehörten auch Holzschnitte und Plastiken zur Werkauswahl. Der alte Kunstverein zu Rostock sammelte die Kunstwerke über Jahrzehnte für das Kulturhistorische Museum. Über das Wirken des Vereins klärte Stuth die Besucher beim Rundgang genau auf. So habe der alte Kunstverein das Museum gegründet und auch sehr viel für die Stadt getan. "Das hier ist also Stadtgeschichte im besten Sinne", resümierte Stuth. Anhand der Ausstellungsstücke erläuterte der Museumsleiter auch die Geschichte des Kulturhistorischen Museums. So erfuhren die Besucher, dass das Bild des Kirchenbrandes aus den 1940er-Jahren eine Auftragsarbeit mit politischem Hintergrund war. In dieser Zeit habe es oft Werke gegeben, die Deutschland und Kriegszerstörungen in den Vordergrund stellten, so Stuth.

Die Ausstellung ist nun geschlossen, aber die Rostocker können sich schon auf das nächste Highlight freuen: Ab dem 14. März zeigt das Museum Zeichnungen und Skulpturen von Ernst Barlach. In den kommenden zwei Wochen werden die Ausstellungsräume allerdings erst einmal renoviert.

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