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18. November 2017 | 20:58 Uhr

Stadtautobahn wird zur Baustelle

vom

svz.de von
erstellt am 24.Feb.2012 | 09:10 Uhr

Rostock | Die Stadtwerke Rostock wollen Warnemünde an ihr Fernwärme-Netz anschließen. Ab Montag wird deswegen eine Seite der Stadtautobahn zwischen dem Seebad und Lichtenhagen gesperrt. Auf der anderen Seite wird der Verkehr jeweils einspurig geführt. "Ziel ist es, die Bauarbeiten bis zum 5. Mai abzuschließen", sagt Stadtwerke-Sprecher Thomas Schneider. Die Urlaubssaison soll nicht beeinträchtigt werden.

Für die Anbindung müssen die Bauarbeiter die Straße auf 1,6 Kilometern Länge aufbrechen und den Rohrgraben darunter verbreitern. Den Zuschlag für das 1,7 Millionen Euro teure Projekt hat das Unternehmen Strabag erhalten. Gleichzeitig nutzt auch die Stadtwerke Rostock Netzgesellschaft die Gelegenheit, um schon einmal drei Schutzrohre für eine spätere 20-Kilovolt-Trasse zu verlegen. Außerdem baut der Wasser- und Bodenverband "Untere Warnow-Küste" zeitgleich am Ortseingang von Warnemünde an einer Unterquerung der Stadtautobahn als Durchlass für den Laakkanal. "Damit wird nur eine einmalige Straßensperrung erforderlich", sagt Schneider.

Ab September soll dann in einem weiteren Bauabschnitt die Versorgungsaufnahme vorbereitet werden. Zunächst wird das Technologiezentrum Warnemünde angeschlossen, langfristig soll das Netz bis zum Hotel Neptun und zur Mittelmole erweitert werden. Die Trasse verläuft dann entweder über die Friedrich-Barnewitz- oder die Richard-Wagner-Straße in das Ortsinnere. Um genügend Druck zu erzeugen, wird im Sommer noch eine zusätzliche Kopfstation mit Pumpen im Bereich des Sonnenblumenhauses in Lichtenhagen gebaut.

Generell wollen die Stadtwerke auch in der übrigen Stadt mehr Haushalte an das Fernwärme-Netz anbinden. 2012 und 2013 sollen demnach der Thomas-Müntzer-Platz, das Petriviertel und der ehemalige Friedrich-Franz-Bahnhof neu erschlossen werden. In der Kröpeliner-Tor-Vorstadt und in Reutershagen könnten die vorhandenen Leitungen ausgebaut werden. Momentan wird dort noch überwiegend mit Gas geheizt. "Unser Ziel ist ein Anschlussgrad von 90 Prozent aller Gebäude an das Fernwärme-Netz", sagt Ute Römer, die für die Unternehmensstrategie verantwortlich ist. Derzeit werden mit etwa 73 500 der ingesamt 117 000 Rostocker Wohnungen noch 63 Prozent versorgt. Die verlegten Leitungen sind 422 Kilometer lang.

Damit das erhitzte Wasser durch sie auch weiterhin zu den Nutzern fließen kann, wollen die Stadtwerke im kommenden Jahr in neue Gasturbinen für ihr Kraftwerk in Marienehe investieren. "Langfristig wollen wir viele kleine Erzeuger miteinander verknüpfen", sagt Römer. Das sei ein Schritt hin zur angestrebten Energiewende. Mit ihrer Hilfe sollen bis 2020 der Energieverbrauch und die Treibhausgasemissionen um 20 Prozent gesenkt werden. Gleichzeitig soll der Anteil der erneuerbaren Energien um 20 Prozent erhöht werden.

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