zur Navigation springen
Norddeutsche Neueste Nachrichten

15. Dezember 2017 | 07:40 Uhr

Flüchtlinge : Stadt zeigt sich „bunt statt braun“

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Neuesten Nachrichten

Interreligiöse Andacht in der Marienkirche und Aktionen auf dem Neuen Markt sollen Zeichen für lebendige Willkommenskultur setzen

Um vor dem Hintergrund der zahlreichen Flüchtlinge in Rostock ein Zeichen für Toleranz und vor allem des Willkommens zu setzen, lädt die Innenstadtgemeinde am Sonnabend um 14 Uhr zu einer interreligiösen Andacht in die St.-Marienkirche ein.

Auch Rostocks Oberbürgermeister Roland Methling (parteilos) unterstreicht: „Wenn wir in Rostock einen überzeugenden Beitrag zu einer lebendigen Willkommenskultur leisten wollen, müssen wir dies auch tagtäglich leben und nicht nur den Helfern des Netzwerkes ,Rostock hilft’, des Deutschen Roten Kreuzes und anderer Hilfsorganisationen überlassen.“

Für die interreligiöse Andacht in der Marienkirche haben auch der neue Rabbiner der jüdischen Gemeinde Rostock Yuriy Kadnykov und der Leiter der islamischen Gemeinde Rostock Maher Fakhouri ihre Mitwirkung zugesagt. „Die Heiligen Schriften des Judentums, des Christentums und des Islams sprechen mit einer Stimme, was die Zuwendung zu Not leidenden Menschen und insbesondere Flüchtlingen angeht. Gemeinsam setzen wir uns als Religionsgemeinschaften für eine friedliche, offene und demokratische Gesellschaft ein, die Asylsuchende mit offenen Armen empfängt“, unterstreicht Pastor Tilman Jeremias.

Bereits ab 13 Uhr finden an diesem Tag auf dem Neuen Markt verschiedene Aktionen des Bündnisses „Rostock Nazifrei“ und der Initiative „Rostock hilft“ statt. Wie schon während der friedlichen Herbstrevolution 1989 sollen sich auch an diesem Tag wieder zahlreiche Rostocker unter dem bunten Schmetterling versammeln und so unter dem Motto „Bunt statt braun“ zeigen, dass auch heute noch eine friedliche, offene und demokratische Gesellschaft in der Hansestadt vorherrscht. Gleichzeitig soll auf diese Weise ein Zeichen für alle Neu-Rostocker gesetzt werden, dass die Bürger sie in der Hansestadt willkommen heißen.

Am selben Tag hat die Partei AfD zu einer Demonstration unter dem Titel „Asylchaos stoppen“ aufgerufen. Ab 15 Uhr wollen die Teilnehmer durch die Rostocker Innenstadt ziehen. Hierzu werden auch MV-Gida-Anhänger aus anderen Bundesländern erwartet. Laut AfD-Bürgerschaftsmitglied Holger Arppe startet die Demo nicht wie geplant am Universitätsplatz, sondern am Konrad-Adenauer-Platz.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Kommentare

Leserkommentare anzeigen