Rostock : Stadt zählt Radler in der Heide

Sie haben die neue Radzählstelle in der Heide ermöglicht: Mobilitätsbeauftragter Steffen Nozon, Kristian Strey vom Tiefbauamt, Senator Holger Matthäus und Jean Mülbradt von den Stadtwerken.
Sie haben die neue Radzählstelle in der Heide ermöglicht: Mobilitätsbeauftragter Steffen Nozon, Kristian Strey vom Tiefbauamt, Senator Holger Matthäus und Jean Mülbradt von den Stadtwerken.

Achte Messstelle ist eingeweiht worden / Ideen für das Nadelöhr Warnemünder Parkstraße werden geprüft

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26. Juni 2015, 15:00 Uhr

Die bisher achte Zählstelle für Fahrräder in der Hansestadt ist gestern am Ostseeradfernweg in der Rostocker Heide eingeweiht worden. Die Gerätschaft wurde am Übergang zur Landstraße zwischen Hinrichshagen und Markgrafenheide installiert – unter der Asphaltdecke. Dafür wurde die Fahrbahndecke aufgeschnitten und ein Draht verlegt, das ganze ist batteriebetrieben. Die Daten sind im Internet für alle nachvollziehbar.

Die Zählstelle ist ein Gemeinschaftsprojekt von Bausenator Holger Matthäus (Grüne), dem Tiefbauamt, den Stadtwerken und Mobilitätskoordinator Steffen Nozon. „Er hat für diese Projekte insgesamt 90 000 Euro eingeworben“, lobt Matthäus. Sonst hätte so etwas nicht realisiert werden können. Seit 2012 gibt es dieses Netz von automatischen Zählstellen. Mithilfe einer Software werden die Radler, die über so eine Schleife fahren, erfasst. Aus der Nutzungsmenge lassen sich Schlussfolgerungen zum Beispiel für Ampelschaltungen ableiten. Am Sonntag wurden in Markgrafenheide 450 Radler gezählt. Im Gegensatz zu anderen Zählstellen spielt die neue für den Alltagsverkehr keine Rolle. Das ist in der Warnemünder Parkstraße anders. Seit bei der Messstelle am Pfingstsonntag der Rostocker Spitzenwert von 5600 Fahrrädern gemessen wurde, wird über dieses Nadelöhr intensiver als vorher nachgedacht. Allen beteiligten Experten von den Ämtern ist klar, dass hier eine Lösung her muss. Der Weg für Radler und Fußgänger ist nur drei Meter breit und wird in beide Richtungen genutzt. „Das geht so dauerhaft nicht, da muss etwas Normgerechtes geschaffen werden“, sagt Matthäus. Was zum wenigen Platz erschwerend dazu kommt: Ein Teil liegt im Landschaftsschutzgebiet, daneben ist der Küstenwald und außerdem queren Strandbesucher diesen Weg. Auch die Straßenbreite lässt kaum Spielraum. Acht Vorschläge liegen vor und müssen intensiv geprüft werden, ob und für wie viel Geld sie umgesetzt werden könnten.

Ein weiteres Vorhaben im Zusammenhang mit Radlern und Warnemünde ist der Ausbau des Kreuzungsbereichs zwischen der Doberaner Landstraße und dem Groß Kleiner Weg. Hier gibt es ebenfalls noch Optimierungsbedarf.

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