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Norddeutsche Neueste Nachrichten

20. September 2017 | 11:11 Uhr

Rostock : Stadt will die Parkgebühren anheben

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Neuesten Nachrichten

Laut vorläufigem Satzungsentwurf sollen Autofahrer künftig drei Euro pro Stunde in Top- und einen Euro in guter Lage zahlen

von
erstellt am 01.Jul.2017 | 07:00 Uhr

Autofahrern drohen in Rostocks City und in Warnemünde bald höhere Parkgebühren. Einer neuen Vorlage der Stadt zufolge sollen in Premiumlagen künftig drei Euro pro Stunde fällig werden. Die betroffene Zone A wird dabei im Satzungsentwurf deutlich erweitert. In der seit 2009 gültigen Fassung sind lediglich die Bereiche Lange Straße und Universitätsplatz in der City sowie Seestraße und Straße Am Leuchtturm im Ostseebad als Premiumlage erfasst. Dort sind bisher Sätze von maximal zwei Euro pro Stunde erlaubt, die realen Preise betragen aber beispielsweise im City-Parkhaus Lange Straße nur einen Euro in der ersten Stunde und 1,50 Euro je weiterer Stunde. Im übrigen Stadtgebiet bleibt es voraussichtlich bei den zulässigen Höchstgebühren von einem Euro beziehungsweise 50 Cent pro Stunde.

Kritik an der geplanten Anhebung kommt bereits jetzt vom Citykreis. „Mit drei Euro ist man schon fast auf Hamburger Niveau, das wird der Attraktivität der Innenstadt nicht gut tun“, sagt Citymanager Peter Magdanz. Zumal davon auszugehen sei, dass die privaten Anbieter nachziehen und die zulässige Höchstgrenze voll ausschöpfen werden. Michael Höppner vom gleichnamigen Schuhhaus ärgert das Vorhaben der Stadt ebenfalls. „Das ist keine kaufmännisch begründete Entscheidung, sondern einfach eine Abschöpfung“, kritisiert er. Und die erfolge zulasten der Kunden und Geschäfte.

Ein großer Anbieter in Rostock ist die Wiro-Tochter Parkhaus Gesellschaft Rostock (PGR). In der Innenstadt betreibt sie unter anderem das City-Parkhaus in der Langen Straße, das Parkhaus Am Gericht und die Tiefgarage in den Hafenterrassen. „Die PGR kalkuliert ihre Preise unabhängig. Erhöhungen sind derzeit nicht geplant“, sagt Stadtsprecherin Kerstin Kanaa. Ausnahme: Nach der Sanierung des Platzes am Stadthafen steigen die Gebühren dort ab Herbst von 30 Cent auf einen Euro pro Stunde.

Als Hauptgründe für die geplante Anhebung nennt die Verwaltung in der Vorlage gestiegene Kosten, die stadtweite Vereinheitlichung der Gebühren nach 25 Jahren Differenz sowie die angestrebte Steigerung der ÖPNV-Nutzer von 64 auf 70 Prozent. Außerdem gehe es um die „Optimierung der Auslastung bei den wertvollsten öffentlichen Verkehrsflächen, um insbesondere das Gewerbe und dessen Kundschaft besser zu bedienen“. Bei den Gewerbetreibenden kommt das allerdings gar nicht gut an. Magdanz: „Die Parkgebühren werden uns noch heftig beschäftigen.“

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