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Norddeutsche Neueste Nachrichten

22. November 2017 | 05:04 Uhr

Streit in Rostock : Stadt kämpft ums Hafenhaus

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Neuesten Nachrichten

Vergleichsverhandlungen mit Leasinggesellschaft um Eigentumsverhältnisse

von
erstellt am 21.Apr.2016 | 05:00 Uhr

Zwischen Hansestadt und einer Leasinggesellschaft laufen Vergleichsverhandlungen zum Hafenhaus. Das, so hatte ein Gericht 2014 entschieden, gehöre nicht der Stadt, sondern der Gesellschaft. Rostock wollte sich damit nicht zufrieden geben und kämpft seitdem um den Sitz von Hanse Sail-Büro, Restaurant, Arztpraxen und Rostocker Touristikern.

„Das Gerichtsverfahren ruht und die Parteien sind auf dem besten Weg, eine einvernehmliche Lösung herbeizuführen“, sagt Nico Seefeldt, Sprecher des Eigenbetriebs für Kommunale Objektbewirtschaftung und -entwicklung (KOE). „Mit großer Zuversicht ist die Klärung aller Fragen zum Sommer 2016 zu erwarten“, so Seefeldt. Bestehende Mietverträge wie der des Hanse Sail-Büros „sind weiterhin von den Verhandlungen unberührt“, heißt es vom KOE.

Die Stadt hatte das Hafenhaus 1998 an einen Immobilienfonds, eine Leasinggesellschaft, verkauft, weil es in einem schlechten Zustand war und sie selbst das Geld für die komplette Sanierung nicht verfügbar hatte. Kurz nach dem ersten Vertrag wurde ein Leasingvertrag aufgesetzt, der der Stadt das Nutzungsrecht einräumte und die Option, dass das Haus später wieder ihr gehört. Seit neun Jahren streiten KOE und Gesellschaft bereits über die Vertragsmodalitäten. Mit der Entscheidung des Gerichts 2014 verhärtete sich die Situation für die Stadt – sie setzte den Kampf aber fort. Sei der zweite Vertrag hinfällig, so meinte KOE-Chefin Hecht, müsse es auch der erste sein und damit Rostock Eignerin.

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