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Integration in Rostock : Stadt braucht länger für Konzept

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Neuesten Nachrichten

Beteiligung von Gremien mache erst Oktober realistisch. Verankerung von Mindestanforderungen für Unterkünfte.

von
erstellt am 29.Apr.2016 | 05:00 Uhr

Das Büro für Integrationsfragen für Migranten soll das Integrationskonzept „an die Gegebenheiten der aktuellen Asyl- und Flüchtlingsangelegenheiten“ anpassen – so lautet der Auftrag der Bürgerschaft – und zwar bis 11. Mai. Doch bis dahin wird es kein neues Konzept geben können, erklärt das Amt. „Der Termin lässt sich nicht halten“, sagt Stadtsprecher Ulrich Kunze.

Die Verwaltung hat Verlängerung erbeten. Sie will die Ausarbeitungen bis zur Sitzung der Bürgerschaft am 12. Oktober fertig haben. Das sei, so erklärt das Amt unter Zustimmung des Ordnungssenators Chris Müller (SPD), mit dem zeitweiligen Sonderausschuss für Asyl- und Flüchtlingsangelegenheiten in dessen Sitzung am 12. April abgestimmt worden. Für die Fortschreibung des Konzeptes, so Kunze, müssten zahlreiche Partner und Gremien einbezogen werden, „die auch bei der Erarbeitung des Konzeptes beteiligt waren beziehungsweise, die heute im Bereich der Integration in Rostock praktisch beteiligt sind“. Allein aus der Abfolge der Sitzungstermine der Gremien erfordere das höheren Zeitbedarf.

„Das Konzept kann nur dann auch weiterhin auf Akzeptanz stoßen, wenn es entsprechend breit erarbeitet und abgestimmt wurde“, sagt Kunze. „Unabhängig davon wird natürlich in Rostock tagtäglich Integrationsarbeit durch die öffentliche Hand und die Zivilgesellschaft geleistet“. Mit der Anpassung des Konzeptes ginge es darum, die vielfältigen, laufenden Bemühungen in einen konzeptionellen Rahmen einzuordnen, um diejenigen mittel- bis langfristigen Handlungsbedarfe zu identifizieren, die nun zusätzlich entstanden sind, so der Stadtsprecher. Über die Terminverlängerung muss die Bürgerschaft entscheiden. Im neuen Konzept will sie Mindestanforderungen an Notunterkünfte und Grundausstattung in Unterkünften verankert haben. Außerdem soll die personelle und fachliche Umsetzung der betroffenen Ämter dargestellt und aufgezeigt werden,wie Einwohner informiert und bei der Integration einbezogen werden.

Das aktuelle Integrationskonzept „Zukunft in Vielfalt“ der Stadt gilt seit 29. Januar 2014 als politische Willensbekundung mit Rahmenbedingungen für die Integrationspolitik. Die Fortschreibung sollte laut damaligem Beschluss der Bürgerschaft innerhalb von fünf Jahren erfolgen.





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