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Norddeutsche Neueste Nachrichten

24. November 2017 | 05:02 Uhr

Rostock : Stadt beugt Katzenplage vor

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Neuesten Nachrichten

Tierschützer legen bei Jahresabschlussfeier besonderes Augenmerk auf Streuner

Mit seiner Kastrations- und Kennzeichnungspflicht für Katzen nimmt Rostock seit diesem Sommer eine Vorreiterrolle in ganz Deutschland ein. Sie gilt nicht nur für Streuner, sondern auch für frei lebende Tiere. Aus Sicht von Dr. Wolfgang Horn, Vorsitzender des Rostocker Tierschutzvereins, ist das eine geeignete Maßnahme, um die Population unter Kontrolle zu halten. Das betonte er auf der Jahresabschlussfeier der Tierschützer.

Diese kümmern sich in der Hansestadt um mehr als 200 Futterstellen für frei lebende Katzen. Ihre Zahl wird auf 3500 geschätzt, etwa 1230 davon sind erfasst. Die Vereinsmitglieder versorgen sie mit großem Engagement bei Wind und Wetter zuverlässig. Für sie bedeutet das nicht nur einen enormen zeitlichen, sondern auch finanziellen Aufwand, denn häufig greifen die Katzenfreunde tief ins eigene Portmonee.

Kastrationen kosten viel Geld, das der Verein nicht alleine aufbringen kann. Als um so erfreulicher wertet der Vorsitzende die gute Zusammenarbeit mit dem Veterinäramt und insbesondere mit der für den Tierschutz zuständigen Amtstierärztin Dr. Heike Schlößer. Vor allem ihr sei es zu verdanken, dass die Kommune auch im kommenden Jahr wieder 10 000 Euro für die Eingriffe zur Verfügung stellt.

Die Amtstierärztin ist ihrerseits voller Lob für den Einsatz der Mitglieder, bedauert aber, dass es laut Landwirtschaftsminister Till Backhaus (SPD) nicht zu einer landesweit einheitlichen Regelung kommen wird. Der Rostocker Tierschutzverein zählt gegenwärtig rund 270 Mitglieder. Sie unterhalten auch das Tierheim in Schlage.

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