Familiendrama : Staatsanwaltschaft ermittelt nach Amoklauf

Der Familienvater wird überwältigt.
Der Familienvater wird überwältigt.

Der von der Polizei gestoppte Familienvater ist noch immer nicht vernehmungsfähig. Die Suche nach einem Motiv muss warten.

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23. August 2015, 21:00 Uhr

Polizisten haben in Rostock-Biestow auf einen randalierenden Familienvater geschossen, nachdem dieser die Beamten mit Messern bedroht hatte. Zuvor hatte er seine Frau und seine Tochter attackiert. Der 51-Jährige kam mit Schussverletzungen in ein Krankenhaus. Die Staatsanwaltschaft hat nun die Ermittlungen übernommen.

Am Sonnabend wurde auf unserer Homepage ein Video veröffentlicht, das den Vorfall zeigen soll. Darin ist zu sehen, wie ein Mann mit zwei Messern bewaffnet auf die Polizeibeamten zugeht. Daraufhin weichen die Polizisten vor dem in kurzen Hosen und ärmellosen T-Shirt bekleideten Mann rückwärts aus. Dabei fordern sie den Familienvater auf, die Messer niederzulegen. Als er der Aufforderung nicht nachkommt und immer weiter auf die Beamten zugeht, schießt ein hinzukommender Beamter schließlich zweimal auf den Mann.

Nach Angaben der Polizei vom Freitag hatten die Beamten zunächst versucht, den Familienvater mit Pfefferspray zu stoppen. Im Video ist der Einsatz von Pfefferspray allerdings nicht zu sehen. Im NDR sagte ein Polizeisprecher, der Mann habe einen Streifschuss und einen Schuss ins Knie bekommen. Lebensbedrohlich seien die Verletzungen demnach nicht. Wie die Polizei mitteilte, hatte der Familienvater am Freitag aus bislang ungeklärten Gründen seine Frau und seine 18-jährige Tochter attackiert und mit einem Messer angegriffen. Beide konnten leicht verletzt in ein Nachbarhaus flüchten.

Weshalb der Familienvater seine Frau und Tochter attackiert hatte, war gestern noch unklar. Bevor der Mann nicht aussagefähig sei, könne man keine weiteren Informationen geben, sagte ein Polizeisprecher. Ab sofort habe sich die Staatsanwaltschaft des Falles angenommen.

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