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Norddeutsche Neueste Nachrichten

21. August 2017 | 14:15 Uhr

kirche : St. Petri soll neuen Glockenstuhl erhalten

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Neuesten Nachrichten

Förderverein sammelt Spenden für geplante Konstruktion / Zieldatum ist das Reformationsjubiläum 2017

Es soll ein großer Schritt für die Petrikirche zu Rostock werden: Die mit 117 Metern höchste Kirche der Hansestadt soll einen neuen Glockenstuhl erhalten, eine Holz-Konstruktion also, an der die Glocken so aufgehängt werden, dass sie frei schwingen können. Die Glocken dafür sind bereits vorhanden, sie werden im Moment noch in der Marienkirche gelagert.

„Die Planung des Vorhabens ist vom Prinzip her fertig“, sagt Reinhard Wegener, Vorsitzender des Fördervereins der Petrikirche. Die Finanzierung sei jedoch noch nicht abgeschlossen.

Insgesamt sollen 63 000 Euro Spenden gesammelt werden, um dann bessere Chancen auf Förderung durch eine Stiftung zu haben. Der Dachstuhl wird zu diesem Zweck in Stücke eingeteilt.

„Jeden der Holzbalken haben wir unterteilt, sodass wir am Ende auf 40 Abschnitte gekommen sind, die von Spendern finanziert werden sollen. Für jedes der Teile wollen wir 25 Euro sammeln“, erläutert Reinhard Wegener das Vorhaben. Wenn alles nach Plan läuft, soll bis zum 500-jährigen Reformationsjubiläum im Jahr 2017 genug Geld zusammengekommen sein.

Die drei Glocken, die für den entstehenden Glockenstuhl vorgesehen sind, haben bereits Geschichte: Eine von ihnen, nach ihrem Gießer Peter-Matze-Glocke genannt und 1548 entstanden, war die einzige von ursprünglich fünf, die beide Weltkriege unbeschadet überstand. Die anderen beiden wurden 1979 für das Geläut der Marienkirche gegossen, deren noch aus dem Mittelalter stammende Glocken bis 2009 nicht restauriert werden konnten.

„Nachdem 1995 nach einer ähnlichen Spendenaktion mit großer Unterstützung der Rostocker Bevölkerung der Kupferturm neu errichtet werden konnte, sind wir optimistisch, dass der Glockenstuhl ebenfalls auf diese Weise fertiggestellt werden kann“, so Reinhard Wegener. Ähnlich wie damals erhält jeder Spender eine Erwähnung auf einer Tafel, die nach der Fertigstellung des Projektes im Turm hängen wird. „Viele Namen stehen bereits auf dem Entwurf, andere haben stattdessen Dinge wie ,gloria in excelsis deo’ oder ,Nie wieder Krieg’ auf die Tafel schreiben lassen“, sagt Reinhard Wegener. Außerdem bekommt jeder Spender ein symbolisches Glöckchen überreicht, das von Schülern der Sprachheilschule direkt gegenüber der Kirche gebastelt wurde.

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erstellt am 20.Jan.2014 | 06:00 Uhr

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