Investition : St. Andreas baut neue Kirche

Mehr Platz für die Luther-St.-Andreas-Gemeinde: Rosemarie Grabowski und Pastorin Gerlind Froesa-Schmidt (r.) studieren die Baupläne. Hinter ihnen soll der neue Anbau entstehen.
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Mehr Platz für die Luther-St.-Andreas-Gemeinde: Rosemarie Grabowski und Pastorin Gerlind Froesa-Schmidt (r.) studieren die Baupläne. Hinter ihnen soll der neue Anbau entstehen.

Gemeindezentrum für 1,1 Millionen entsteht. Baubeginn noch in diesem Jahr anvisiert. Altes Gebäude im Krischanweg soll Kita werden.

svz.de von
16. Juni 2016, 08:00 Uhr

Im Komponistenviertel entsteht für die 1500 Mitglieder der Luther-St.-Andreas-Gemeinde eine neue Kirche. Ein barrierefreier Anbau mit Glockenturm und Gemeinderaum, Küche und Sanitäranlagen, umrahmt von einer Glasfront und einem großen Foyer, sollen neben dem Martin-Luther-Haus in der Robert-Schumann-Straße gebaut werden, plus einige Parkplätze. „Hell, freundlich, einladend und sakral soll es werden“, sagt Pastorin Gerlind Froesa-Schmidt – aber mit Feldsteinsockel und Klinkersteinen angepasst an die Umgebung.

Neu ist die Idee nicht: „Bereits in den 50ern, als hier die Bauarbeiten angefangen haben, gab es Pläne, neben dem Luther-Haus eine Kirche zu bauen“, erinnert sich Gemeindemitglied Rosemarie Grabowski. Damals, zu DDR-Zeiten, waren große sakrale Bauten allerdings nicht besonders angesehen, die Pläne scheiterten, so die Rentnerin. Bald sollen je nach Bestuhlung 60 bis 120 Personen Platz finden im neuen Gemeinderaum. „Wir rechnen im Herbst mit der Baugenehmigung. Damit könnte es noch dieses Jahr losgehen“, sagt Pastorin Froesa-Schmidt. Bis zur Fertigstellung wird es etwa ein Dreivierteljahr dauern.

Durch den Anbau wird die Gemeinde, die bisher auf zwei Standorte verteilt ist, fusionieren. Das Gebäude im Krischanweg will sie aufgeben. „Beide Häuser müssen saniert werden. Wir haben uns für den Standort in der Schumannstraße entschieden, weil er besser angebunden ist und das schönere, grüne Grundstück für das Gemeindeleben hat“, sagt die Pastorin. Die Baukosten in Höhe von 1,1 Millionen Euro trägt die Gemeinde zu etwa einem Zehntel selbst. „Unterstützt werden wir durch Fördermittel des Kirchenkreises Mecklenburg und die Nordkirche“, sagt sie. Hinzu kämen Einnahmen durch Basare bei Festen und Fundraising-Projekte.

Im neuen Haus soll es eine größere Küche und mehr Raum für die Rostocker Tafel geben, die dort Essen an Bedürftige verteilt. Und mehr Platz für die Chöre unter Leitung von Kantor Guido Düwell. „Das Luther-Haus wird vermutlich parallel zum Neubau saniert. Wir suchen derzeit noch nach einer Zwischenlösung“, sagt die Pastorin. Auch im Krischanweg soll es eine kirchliche Nachnutzung geben. „Die Diakonie Rostocker Stadtmission wird dort umbauen und einen Kindergarten errichten“, sagt Pastorin Gerlind Froesa-Schmidt.

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