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Norddeutsche Neueste Nachrichten

23. November 2017 | 05:00 Uhr

Rostock : Sportler müssen mehr Miete zahlen

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Neuesten Nachrichten

Bürgerschaft beschließt neue Entgeltordnung ab dem 1. Januar / Preise steigen im Schnitt um 40 Prozent

von
erstellt am 08.Mai.2015 | 11:45 Uhr

Die rund 47 600 Vereinssportler in Rostock müssen ab dem 1. Januar 2016 deutlich mehr Geld für die Nutzung der städtischen Sportstätten zahlen. Das hat die Bürgerschaft am Mittwoch beschlossen.

„Fakt ist, dass die durchschnittliche Kostensteigerung rund 40 Prozent beträgt“, sagt Sportsenator Steffen Bockhahn (Linke). Allerdings seien allein die Betriebskosten seit der bislang letzten Entgeltanhebung 2009 um fast 90 Prozent teurer geworden – ohne, dass die Vereine daran beteiligt worden seien. Ursprünglich hatte die Verwaltung die Anhebung schon zu Beginn dieses Jahres in Kraft setzen wollen. Bei den Vereinen hatte dieses Vorhaben massiven Protest hervorgerufen, weil „es sie völlig unvorbereitet getroffen hatte“, sagt Andreas Röhl vom Stadtsportbund. „Vereine brauchen für solche Sachen einfach eine längere Vorbereitungszeit, im laufenden Jahr können sie nur schwer reagieren.“ Auch sie müssten sich an ihre aufgestellten Haushaltspläne halten.

Dem jetzigen Beschluss der Bürgerschaft sei anders als damals eine gute Vorbereitung und Aufklärungsarbeit durch die Verwaltung vorausgegangen. Obwohl sich die Preise nicht geändert haben, habe es dieses Mal keinen ernsthaften Protest vonseiten der Betroffenen gegeben, so Röhl. „Bei uns haben wir noch keine Beschwerde auf dem Tisch liegen“, sagt er. Allerdings greife die Entgelterhöhung erst ab Januar, sodass die finanziellen Auswirkungen auch erst dann abzusehen seien. Gültig sind die neuen Preise für fünf Jahre.

„Sollte es Vereine geben, die aufgrund der neuen Ordnung Probleme bekommen, stehe ich bereit, um gemeinsam eine Lösung zu finden“, sagt Bockhahn. Bislang habe sich aber auch bei ihm kein Verein gemeldet – was vor dem Hintergrund der absoluten Zahlen auch unwahrscheinlich sei. So müssten gemeinnützige Vereine, die im Stadtsportbund organisiert sind, für eine Stunde Kinder- und Jugendsport in einer Halle bis 500 Quadratmeter Größe statt bisher einem Euro 1,40 Euro zahlen. „Pro Verein, nicht pro Kind“, so Bockhahn. Das entspreche vier Prozent der realen Kosten. Die übrigen 96 Prozent übernimmt die Hansestadt. „Das ist auch richtig so“, sagt der Senator. Demgegenüber beträgt der Eigenanteil der Erwachsenen im Schnitt 20 Prozent. Auch hier kommt die Stadt für die übrigen 80 Prozent auf.

Insgesamt fördert Rostock seine Sportler mit fast fünf Millionen Euro jährlich, 1,25 Millionen Euro davon fallen in den Bereich direkte Sportförderung. „Die Investitionen in den Erhalt und Ausbau der Sportstätten sind da nicht eingerechnet“, so Bockhahn. Im laufenden Jahr sind dafür 13,6 Millionen Euro eingeplant.

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