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Norddeutsche Neueste Nachrichten

21. November 2017 | 09:24 Uhr

Rostock : Sportarena am Bahnhof

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Neuesten Nachrichten

Stadt und Ospa planen Bau ab 2018 – 2500 Plätze, erst- und zweitligatauglich für 8 bis 15 Millionen Euro

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erstellt am 31.Mär.2017 | 05:00 Uhr

Gegenüber der Stadthalle soll eine Sportarena entstehen – eine erst- und zweitligataugliche Trainings- und Wettkampfhalle für Basketball, Handball und Volleyball mit 2500 Plätzen. „Die Halle soll in erster Linie Sportvereinen und dem Schulsport zur Verfügung stehen“, heißt es aus dem Büro des Oberbürgermeisters.

Laut Sportstättenentwicklungskonzept reichen die aktuellen Hallenkapazitäten der Stadt nicht aus. Die Arena würde die anderen Stätten entlasten, wenn auch noch nicht hinlänglich. Die im Konzept vorgesehenen Quadratmeter pro Einwohner würden noch nicht erreicht.

„Insbesondere bei den Wettkampfstätten gibt es für die Mannschaftssportarten nur die Möglichkeit, zwischen der zu kleinen jetzigen Ospa-Arena mit 700 Plätzen oder der zu großen und preisintensiven Stadthalle zu wählen“, so Matthias Horn, Referent für Stadtentwicklungsfragen. Insbesondere der HC Empor und die Seawolves würden immer wieder Bedarf an Trainings- und Wettkampfmöglichkeiten anmelden, heißt es aus dem OB-Büro.

Abhilfe soll die Ostseesparkasse (Ospa) schaffen. Diese habe erklärt, einen eigenen Beitrag zur Sportstättenentwicklung leisten zu wollen und wird wahrscheinlich der Bauherr, so Horn. „Die Planung wird aber mit Sportvereinen und Stadt abgestimmt.“ Momentan werden deutschlandweit Referenzprojekte besucht und auf die Rostocker Verhältnisse übertragen.

Gutachten zu Baugrund, Verkehr und Stadtgestaltung hat die Verwaltung schon eingeholt. Baustart wird frühestens im Frühjahr 2018 sein, die Bauzeit sieben bis zehn Monate betragen. Die Kosten würden, je nach Variante, zwischen 8 und 15 Millionen Euro liegen. Wenn die Ospa die Arena baue, so Horn, würden der Stadt keine Kosten entstehen. Da die städtebauliche Idee aus einem kommunalen Projekt entwickelt wurde, werde die Bürgerschaft einbezogen. So sei auch die Stadthalle involviert worden.

Wenn man davon ausgeht, dass die Verwaltung keine Konkurrenz zur Stadthalle einrichten sollte, sei grundsätzlich nichts gegen die Halle einzuwenden, sagt Petra Burmeister, Chefin der Rostocker Messe- und Stadthallengesellschaft mbH. „Die Aussagen der Vereine sind, dass die Spitzenspiele dennoch bei uns bleiben.“ Laut Horn käme die Stadthalle sogar als Betreiber infrage. „Wenn ich mit konkreten Fakten konfrontiert werde, werde ich das sorgfältig prüfen“, kommentiert Petra Burmeister.

Der Standort der Arena ist bewusst gewählt. Parallel soll ein Parkhaus errichtet und von Stadthalle und Sportarena genutzt werden. Die Fläche dafür soll im zweiten Halbjahr von der Deutschen Bahn erworben werden. Eine Fußgängerbrückenquerung ist als Verbindung vorgesehen. Einzeln sei ein Parkhaus nicht rentabel.


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