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11. Dezember 2017 | 23:43 Uhr

Spielzeit bringt viel frischen Wind

vom

svz.de von
erstellt am 17.Jun.2011 | 05:56 Uhr

Rostock | Wenn schon, denn schon, hat sich Volkstheater-Intendant Peter Leonard wohl gedacht, und verkündete gestern eine große Neuigkeit nach der anderen. Eigentlich sollte es um das Programm der kommenden Spielzeit 2011/12 gehen, die unter dem Motto "Liebe. Macht. Alles." steht. Was der Chef der städtischen Bühne dann jedoch fast am Rande verkündete, ist nicht minder spektakulär und wird die nahe und ferne Zukunft des Volkstheaters mitbestimmen.

Zuallererst gab Leonard bekannt, dass nun ein Platz für das Zelt gefunden worden ist, in dem das Theater ab September eine Ersatzspielstätte finden soll. Auch das benötigte Zelt ist gefunden - und Leonard verspricht, es wird mitnichten eine plumpe Alternative. Im Gegenteil.

Außerdem konnte der Intendant verkünden, dass ein Nachfolger für den am Ende des Sommers vom Volkstheater scheidenden Generalmusikdirektor Niklas Willén gefunden ist. Florian Krumpöck, dem Rostocker Publikum bereits durch Gastdirigate bekannt, wird die Stelle zum Beginn der Spielzeit 2011/12 übernehmen. Bereits im Juli kommt er nach Rostock, um die Proben für die erste Opern-Premiere der Spielzeit "La Bohème" zu betreuen.

Philharmonie auf Tour und auf CD

"Diese Bestellung ist eine der glücklichsten, die ich als Intendant machen kann", sagt Leonard. Und auch Krumpöck schwärmt: "Mit der Norddeutschen Philharmonie verbindet mich mittlerweile fast so etwas wie eine Liebesbeziehung." Mit keinem anderen Orchester habe er bislang eine derart gute Zusammenarbeit erlebt. Eine Zuneigung, die auf Gegenseitigkeit beruht. Denn die Philharmonie hatte sich, wie Intendant Leonard berichtet, mit großer Mehrheit für Krumpöck als Generalmusikdirektor ausgesprochen.

Obwohl der gebürtige Wiener, wie er sagt, erst seit Kurzem weiß, dass er die Leitung der Norddeutschen Philharmonie übernehmen wird, hat Krumpöck bereits große Pläne. "Es ist das größte, wichtigste und auch das beste Orchester des Landes", sagt der Chefdirigent. Er bekenne sich daher eindeutig zur großen Form. Ein Mahler-Zyklus ist geplant. Außerdem will Krumpöck vermehrt CD-Aufnahmen mit der Philharmonie anstreben. Auch Tourneen im In- und Ausland gehörten dazu, wenn ein Orchester seinen Ruf ausbauen möchte. "Es ist wichtig, dass man sich unverzichtbar macht", so Krumpöck.

Für die kommende Spielzeit stehen eine Reihe neuer Produktionen. Vor allem das Schauspiel legt ein umfangreiches Programm mit 20 Premieren vor. Einige Highlights: Im November wird das Stück "Über die Möglichkeiten der Punkbewegung zur Gestaltung des Regionalen" von Oliver Kluck im Theater im Stadthafen uraufgeführt. Der junge und zurzeit gefragteste deutschsprachige Dramatiker widmet sich in diesem Stück seiner Heimat Mecklenburg und den derzeitigen, vor allem auch politischen Verhältnissen in Rostock. Zu Weihnachten werden kleine Theaterfans auf "Peterchens Mondfahrt" gehen. Außerdem soll es eine Theaternovela geben, die fortlaufend weitergestrickt wird und aktuelle Ereignisse aufgegreift. "Neben unserem Schwerpunkt Kinder- und Jugendtheater wollen wir als zweiten Strang anspruchsvolle Stoffe für Erwachsene bringen", so Schauspieldramaturgin Katharina de Vette.

Tänzer zeigen drei ganz neue Stücke

Das Tanztheater von Bronsilav Roznos wird im Theaterzelt endlich das Stück "1st Danceworks Orchestra" zur Uraufführung gebracht. Nach der Schließung des Großen Hauses war die Premiere vorerst abgesagt worden. Darüber hinaus will der Chefchoreograf mit seinen neuen Werken "Primäraffekt - Die menschlichen Grundgefühle" und "Sommeraffären" begeistern. Außerdem gestalten die Tänzer selbst das Projekt "Selfmade - Tänzer kreativ".

Im Musiktheater soll vor allem das Repertoire an Evergreens ausgebaut werden. Daher stehen neben Puccinis "La Bohéme" auch Humperdincks "Hänsel und Gretel" und die komische Oper "Die Regimentstochter" auf dem Plan.

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