Munitionsreste aus dem Zweiten Weltkrieg : Spezialisten suchen Uferzone ab

Mit einem besonderen Verfahren untersuchen die Mitarbeiter einer Spezialfirma den südöstlichen Bereich des Alten Stromes auf Überbleibsel aus dem Zweiten Weltkrieg.
Mit einem besonderen Verfahren untersuchen die Mitarbeiter einer Spezialfirma den südöstlichen Bereich des Alten Stromes auf Überbleibsel aus dem Zweiten Weltkrieg.

Am südöstlichen Ende des Alten Stroms arbeitet in diesen Tagen eine Spezialfirma. Auftraggeber ist das Landesamt für zentrale Aufgaben und Technik der Polizei, Brand- und Katastrophenschutz MV.

svz.de von
17. Dezember 2013, 11:45 Uhr

Am südöstlichen Ende des Alten Stroms arbeitet in diesen Tagen eine Spezialfirma. Auftraggeber ist das Landesamt für zentrale Aufgaben und Technik der Polizei, Brand- und Katastrophenschutz MV. Die Mission: Mit einem Spezialverfahren werden Bomben und andere Munition gesucht, die noch immer als Überbleibsel aus dem Zweiten Weltkrieg im Alten Strom lagern könnte. Das ganze Vorhaben erfolgt im Vorfeld der geplanten Erneuerung eines knapp 250 Meter langen Abschnittes der Uferanlagen auf dieser Seite hinter dem Bootsverleih.

„Diese Maßnahme war nach der Luftbildauswertung von Fotos nach dem Zweiten Weltkrieg in die Wege geleitet worden“, sagt Michaela Raddatz, die zuständige Sachbearbeiterin für das Vorhaben aus dem Tief- und Hafenbauamt der Hansestadt Rostock. Nach der Auswertung der Bilder könnten sich Kampfmittel aus dem Krieg dort befinden. Nach Gesprächen mit Warnemünder Zeitzeugen muss sich das aber nicht bewahrheiten. „Aber bei so einem wichtigen Thema dürfen wir uns nicht auf das Hörensagen verlassen, sondern müssen es durch eine spezielle Sondierung überprüfen lassen“, sagt die Sachbearbeiterin. Deshalb wird im Auftrag dieses Amtes von einer Fachfirma mit einem Spezialverfahren der Bereich akribisch auf magnetische Auffälligkeiten untersucht. Mit langen Rohren und Suchgeräten werden etwa 500 Stellen überprüft. Diese Arbeiten werden sich noch bis Anfang Januar hinziehen. Sollten wirklich scharfe Bomben oder Munition gefunden werden, werden sie entschärft.

Erst wenn die Suche abgeschlossen ist, kann Michaela Raddatz die Ausschreibungsunterlagen fertig machen. Auf alle Fälle gibt es das klare Ziel, das Vorhaben im kommenden Jahr zu beginnen und abzuschließen, auch im Hinblick auf die Gestaltung der Uferanlagen auf der gegenüberliegenden Seite durch das Staatliche Landesamt für Landwirschaft und Umwelt Mittleres Mecklenburg. „Dadurch soll die Situation mit den Bootsliegeplätzen etwas entschärft werden während der Bauzeit“, sagt Michaela Raddatz. Die finanziellen Mittel für die Maßnahme sind bereits im Haushalt eingestellt.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen