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20. November 2017 | 15:02 Uhr

Speedsailing auf der Ostsee

vom

svz.de von
erstellt am 26.Jul.2013 | 09:36 Uhr

Hohe Düne | Vor der Yachthafenresidenz Hohe Düne ist derzeit ein Mastenmeer zu sehen. Weit mehr als 100 Teilnehmer sind zum Internationalen Multi-Hull-Meeting (IMM) angereist. Mit dabei sind Christel Nyqvist und ihre Familie auf dem Trimaran "Treo". Sie sind extra aus Schweden angereist, um bei der Messe dabei zu sein. Die blonde Schwedin hat gestern in der Yachthafenresidenz Hohe Düne festgemacht. Bis Sonntag können Besucher ihr blaues Mehrrumpfboot anschauen. "So lange das Wetter mitspielt, fahren wir auf die Ostsee und nehmen auch gern Touristen mit", sagt die Seglerin.

Das im Zwei-Jahres-Rhythmus veranstaltete Rennen findet erstmals auf der Ostsee im Yachthafen Hohe Düne statt. "Es herrschen hier ideale Bedingungen", sagt Hermann Scheppelmann, Sprecher der Mehrrumpfboot-Vereinigung. "Die Yachthafenresidenz ist uns sehr entgegengekommen, die Hansestadt Rostock ebenfalls und das Revier ist bestens geeignet für diese Rennen", nennt er die Vorzüge.

Weiterhin mit dabei ist der 21-Meter-Trimaran "Academy" der Rostocker Firma Speedsailing. Als Trimaran werden Segelboote mit drei Rümpfen bezeichnet. Die "Academy" ist bei Fans dieses rasanten Sports bekannter unter ihrem früheren Namen "Fucicolor II" und ist der wohl erfolgreichste Trimaran in der Geschichte der Orma-Klasse. Sie zählt auch heute noch zu den schnellsten Segelbooten der Welt, besonders bei leichten Winden und auf kürzeren Regattakursen. "Sie ist außergewöhnlich manövrierfähig und noch nie gekentert", sagt Scheppelmann. Allein die Daten des Schiffes beeindrucken Fans dieser Bootsklasse: Die Gesamtlänge von rund 21 Metern, die Breite von fast 16 Metern, der über 30 Meter hohe Mast, an dem die gewaltige Segelfläche von fast 500 Quadratmetern gesetzt werden kann, lassen das Boot eine Höchstgeschwindigkeit von 36,7 Knoten erreichen - das sind sagenhafte 70 Kilometer in der Stunde.

"Damit dürfte die ,Academy’ konkurrenzlos das schnellste Segelschiff auf der Ostsee sein", so Scheppelmann. Heute erhalten IMM-Teilnehmer die einmalige Möglichkeit, knapp zwei Stunden inklusive Shuttle auf diesem Trimaran der Extraklasse mitzusegeln. Selten haben Besucher die Chance, so viele dieser besonderen Meerrumpfboote zu bewundern. Die Skipper demonstrieren das Potenzial und Leistungsvermögen eines außergewöhnlichen Trimarans hautnah an Bord. Es wird voraussichtlich um 10, 12 und 14 Uhr Ausfahrten geben. "Es können maximal zwölf Leute mit, wer zuerst kommt, darf mit", sagt Schepppelmann.

Heute und morgern ist ganztätig Open Ship auf den Mehrrumpfbooten, die außerhalb der Rennen an der Yachthafenresidenz liegen. Die Skipper führen Technik und andere Dinge vor. Ein besonders spannender Punkt innerhalb der Tage ist Sonntag die Ausfahrt der Mehrrumpfboote zum Rostocker Stadthafen. "Von den insgesamt 100 Booten werden bestimmt 30 oder 40 dabei sein", sagt Scheppelmann. "Das ist ein imposanter Anblick." Da die Teilnehmer dann einen Stadtrundgang machen, sind die Speed-Boote dann eine ganze Weile auch dort zu bewundern.

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