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Nach Orkan Xaver : Spaziergänger fürchten marode Treppe

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Neuesten Nachrichten

Der Abgang von Diedrichshagen zur Ostsee ist unterspült. Tourismusbetrieb prüft vor Ort die Lage.

Eigentlich kommt Ricarda Blankenstein gern und mehrmals im Jahr zum Urlaub an die Ostseeküste. Beim Spaziergang mit ihrem Mann in Diedrichshagen war die 47-Jährige jetzt aber schockiert: „Den Weg an der Küste entlang gehen wir gerne, aber so abgestürzt wie zurzeit haben wir den Bereich hier noch nicht erlebt“, sagt die Berlinerin. Auch die Treppe hinunter zur Ostsee erscheint Ricarda Blankenstein nicht mehr sicher. „Die ist ja richtig unterspült. Ich kriege weiche Knie, wenn ich sie betrete“, sagt sie.

Hans-Joachim Meier vom Staatlichen Amt für Landwirtschaft und Umwelt Mittleres Mecklenburg (Stalumm) kennt die beschriebene Treppe. „Wir sind aber als Amt generell nicht für Abgänge und Überwege zuständig“, so Meier. Zwar erteile seine Behörde die entsprechenden Bau-Genehmigungen, „aber da diese Bauwerke nicht dem Küstenschutz dienen, sondern für Urlauber und Einheimische als Zuwegung zur Ostsee gebraucht werden, fällt das in die Zuständigkeit der Gemeinden“, so der Amtsleiter. Und die hätten nach dem Orkantief Xaver, so wie eigentlich immer nach einer Sturmflutsaison, an allen Treppen Unterhaltungsleistungen zu erbringen und Schäden zu beheben.

Im Naturschutzgebiet Stoltera verteilen sich die Zuständigkeiten. Für die Beseitigung der Baumschäden ist das städtische Forstamt verantwortlich, das derzeit mit Hochdruck und schwerem Gerät die Hinterlassenschaften von Orkantief Xaver wegräumt. Strand- und Küstenschutz sind Aufgabengebiete des Stalumm, das städtische Grünamt ist für das Naturschutzgebiet an sich verantwortlich.

Die Treppen wiederum fallen in die Zuständigkeit des Kurbetriebes der Hansestadt Rostock. „Wir haben uns das gleich noch mal angesehen“, sagte gestern Beate Hlawa von der Tourismuszentrale. Man sei sich der Situation bewusst, dass die Treppe in Diedrichshagen vom letzten Hochwasser ein bisschen unterhöhlt ist. „Aber es ist keine Gefahr in Verzug. Dennoch werden wird dort wieder etwas Sand aufschütten“, versprach sie gestern.

 

 

 

 

 

 

 

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