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21. November 2017 | 15:12 Uhr

Spaß und Geschnatter im Wäldchen

vom

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erstellt am 27.Aug.2012 | 10:29 Uhr

Rostock | Als Moderator Roman Klawun die erste Laufgruppe auf die Strecke im Barnstorfer Wald schickt, kann er sich einen kleinen Scherz nicht verkneifen. "Sie müssen mal darauf achten, das Besondere bei den Walkerinnnen ist: Sie schnattern unterwegs miteinander." Tatsächlich kennt der Eventmanager seine Damen aus dem Effeff, schließlich hat er am Sonnabend zum zehnten Mal den Rostocker Frauenlauf organisiert.

Die Laufveranstaltung, die erstmals rund um das Leichtathletik-Stadion stattfindet, hat auch bei ihrer Jubiläumsauflage nichts von ihrem Reiz verloren. Rund 300 Frauen gehen auf die drei verschiedenen Strecken über 2,5, fünf und zehn Kilometer. "Früher hatten wir bis zu 500 Teilnehmerinnen. Aber uns kommt es hier nicht auf Rekorde an. Vielmehr wollen wir ein schönes Lauferlebnis schaffen", sagt Klawun, der vielen als Initiator des Rostocker Citylaufes bekannt ist.

Bei dem traditionellen Stadtlauf stellte er fest, "dass gerade einmal zehn Prozent aller Starter weiblich sind. Daraus entstand vor zehn Jahren die Idee eines reinen Frauenlaufes". Nach den vielversprechenden Anfängen am Brauhaus Trotzenburg und später auf dem Kastanienplatz pegelte sich die Zahl bei 250 bis 300 Teilnehmerinnen ein. "Es kommen nicht mehr Läuferinnen, als sonst, aber andere. Nämlich die Freizeitsportlerinnen, die sich sonst nicht trauen. Wir besetzen eine Nische", erklärt Klawun.

Gleichwohl ist das Starterfeld bunt gemischt. Viele tragen das T-Shirt eines Frauenfitnessstudios, andere gehen für die regional bekannten Laufgruppen wie die De Heidehoppers und des SC Laage auf die Strecke oder vertreten ihre Firma. "Wir sind heute zum ersten Mal dabei und extra aus Neubrandenburg angereist. Wir arbeiten in einer Rechtsanwaltskanzlei. Unser Chef hat uns unterstützt und extra passende T-Shirts gesponsert", freuen sich Simone Krause und Kerstin Szewierski. Für sie und viele andere zählt allein das olympische Motto. "Sie wollen einfach dabei sein, gemeinsam Sport treiben und Spaß haben", nennt Klawun einen weiteren Unterschied zu "gemischten" Laufwettbewerben, "bei denen die Männer eher leistungsorientiert denken".

Dass beim Frauenlauf, der wie immer von den fleißigen Helfern des 1. LAV Rostock unterstützt wird, jedoch nicht nur Jogging-Tempo angeschlagen wird, beweisen die Schnellsten über die zwei Hauptdistanzen. Birgit Schuckmann kommt nach fünf Kilometern völlig entkräftet in 19:23 min ins Ziel: "Ich war bei den Temperaturen schon nach drei Kilometern kaputt", sagt die frühere Citylauf-Größe vom TC Fiko Rostock. Und auch über die zehn Kilometer läuft eine junge Dame flott vorneweg, die bereits beim Stadtlauf auf dem Podest gestanden hat. Anja Kruse aus Greifswald siegt mit großem Abstand in 39:25 min.

Sie und alle anderen Teilnehmerinnen des 10. Frauenlaufes, darunter viele Mutter-Töchter-Gespanne, erhalten als Lohn ihrer Anstrengungen Urkunden - natürlich in Pink. "Im nächsten Jahr wollen wir alle Starterinnen etwas früher und zeitgleich auf die Strecke schicken. Dann sind sie auch früher zu Hause", sagt Klawun. Er kennt eben die Bedürfnisse seiner Frauen.

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