Pünktlich zu Ostern : Spargelbauern im Land legen los

Spargelbauer Hans-Hellmuth Eben hat die Felder in Neu Wendorf von seinem Vater übernommen. Der luftige und sandige Boden sei für den Spargelanbau bestens geeignet.
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Spargelbauer Hans-Hellmuth Eben hat die Felder in Neu Wendorf von seinem Vater übernommen. Der luftige und sandige Boden sei für den Spargelanbau bestens geeignet.

Durch den sonnigen und warmen März ist vielleicht bereits zu Ostern die erste Ernte auszubuddeln.

svz.de von
16. März 2014, 09:30 Uhr

Ein Oster-Festmahl mit Spargel – in diesem Jahr könnte dieser Feinschmecker-Wunsch wahr werden. Auf den beiden Feldern von Verena und Hans-Hellmuth Eben neben ihrem Gutshaus in Neu Wendorf laufen jedenfalls bereits die Vorbereitungen für die Spargel-Saison. Der super-sonnige Frühling hat dabei natürlich geholfen.


Sandiger Boden ist gut geeignet


„Voriges Jahr hatten wir Mitte April noch Schnee auf dem Feld, da gab es die ersten Stangen erst am 10. Mai“, erinnert sich Verena Eben. Diesmal läuft es besser: Die etwa fünf Hektar Feld sind bereits „aufgehäufelt“, wie der Spargelbauer den Vorgang nennt, die Dämme herzustellen, in denen dann die Stangen sprießen. Denn die Spargelpflanzen bleiben im Boden, immerhin bis zu sieben oder acht Jahre. „Deshalb braucht der Umgang mit der Dammfräse auch Fingerspitzengefühl und Konzentration, um bei den 110 Reihen nicht die Pflanzen zu verletzen“, sagt der Hausherr, der diese Aufgabe selbst übernimmt.

Seit 2001 kümmert sich das Ehepaar um die Neu Wendorfer Spargelfelder, die 1994 von Hans-Hellmuths Vater angelegt worden waren. Die Voraussetzungen vor Ort wären ideal, der leichte und sandige Boden sehr gut für den Spargel-Anbau geeignet. Gestern hat Eben damit begonnen, die Dämme mit Schwarz/Weiß-Folie abzudecken. Auf dem jüngeren Feld kommt die weiße Folienseite nach oben, das halte die Wärme draußen. Auf dem bereits mit älteren Pflanzen bestückten Feld wird umgekehrt abgedeckt, denn der Spargel soll eher reif sein, am besten bereits zu Ostern. „Wenn die Temperatur auf dem Damm 17 bis 20 Grad ist, dann wächst der Spargel einen Zentimeter pro Stunde“, sagt Eben. Die von ihm verwendete Sorte ist übrigens auf beiden Feldern gleich. „Unsere Pflanzen nennen sich Huchels Auslese, eine deutsche Sorte“, so der Spargelbauer.


Helfer müssen
nicht lang suchen


Für die Ernte holt sich das Ehepaar Helfer. In diesem Jahr würden auch erstmals so genannte Spargelspinnen verwendet. Das sind Erntemaschinen, die begleitend neben dem Spargelstecher herfahren und die Folie anheben. Der Rest, also das eigentliche Stechen, sei aber immer noch Handarbeit. Und die braucht geschulte Hände und Augen. Schließlich ist für den Laien nicht zu erkennen, wo die Pflanzen sitzen und sich die schmackhaften weißen Stangen in der Erde verstecken. Die Profi-Spargelstecher aber wissen: Dort, wo der Damm gerissen ist, müssen sie buddeln. Denn die Liebhaber des Neu Wendorfer Spargels warten bereits sehnsüchtig auf eine gute Ernte.

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