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Norddeutsche Neueste Nachrichten

26. September 2017 | 00:31 Uhr

Spannender Krabbenkutter überzeugt die Jury

vom

svz.de von
erstellt am 14.Jun.2013 | 07:09 Uhr

Rostock | Wie lange hält eine Schraubverbindung in einer Windkraftanlage? Wie viel Methan gelangt aus der Ostsee in die Atmosphäre und wie kann mit Hilfe von genmodifizierten Stammzellen ein Herzinfarkt behandelt werden? Aus diesen und anderen spannenden Themen junger Rostocker Forscher sollten Wissenschaftsjournalisten aus ganz Deutschland - darunter auch von den NNN - beim Workshop "Rostock’s Eleven" die beste Präsentation küren. In nur 15 Minuten musste jeder der elf Kandidaten den Medienvertretern zeigen, wie innovativ und berichtenswert sein Forschungsthema ist.

Gewonnen hat Petr Zajicek vom Thünen-Institut für Ostseefischerei (TI-OF). Mit "(Hoch)spannung auf dem Krabbenkutter - löst die Pulsbaumkurre das Beifangproblem?" hat er die Jury überzeugt. Statt wie bisher mechanisch sollen die Krabben mittels elektrischer Impulse vom Meeresboden aufgescheucht werden. Die Frequenz erreicht dabei nur die Krabben, keine anderen Fische, die als unerwünschter Beifang mit ins Netz gehen. "Sein Vortrag hat uns einfach mitgerissen", so Hörfunk-Redakteur Carsten Klehn. Die Jury habe auf den ersten Blick die Geschichte und die Relevanz erkennen können. Der mit 365 Euro dotierte Preis ist bereits zum dritten Mal in Folge an einen Kandidaten des TI-OF gegangen. Zajicek hat sich lange auf den Wettbewerb vorbereitet und bekam, wie alle anderen Teilnehmer, im Vorfeld ein Coaching. Denn wichtig war, die Forschungsergebnisse in verständlicher Sprache vorzutragen und vor allem in Erinnerung zu bleiben. Zajicek ist erst im Februar von Berlin nach Rostock an das Institut gewechselt. "Ich habe viel Mühe in den Vortrag gesteckt und konnte mich auf das gute Team im TI-OF verlassen", so der Gewinner.

Dass das Niveau der Vorträge mit jedem Jahr steigt, hat auch bei diesem Workshop dafür gesorgt, dass es an der Spitze eng wurde. "Uns hat das Herz geblutet, weil es nur einen ersten Platz geben konnte", sagt Zeit-Redakteurin Cosima Schmitt. Daher gebe es zusätzlich zwei Sonderpreise. Für die beste Sprache wurde Jola Pospech vom Leibniz-Institut für Katalyse ausgezeichnet. Wenn sie von Chemie spricht, tauchen schon mal Begriffe wie "habgierige Elemente" oder "Diva" auf. Mark Schlutow vom Leibniz-Institut für Atmosphärenphysik hat mit einem einfachen, aber bestechenden Experiment den Transport von Spurenstoffen in der Atmosphäre nachgestellt und bleibenden Eindruck hinterlassen.

"Rostock’s Eleven" wird vom Verein Rostock denkt 365 Grad koordiniert.

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