Spannende Segel-Duelle im Stadthafen

Das Stralsunder Segelboot 'Brandy' hat den zweiten Platz belegt.  Andrea Brandt, Dietmar Reim und Ingo Brandt (v. l.) lagen nach dem Start zwar lange Zeit vorn, mussten sich aber am Ende gegen die Crew der 'Kea' geschlagen geben. christina milbrandt
Das Stralsunder Segelboot "Brandy" hat den zweiten Platz belegt. Andrea Brandt, Dietmar Reim und Ingo Brandt (v. l.) lagen nach dem Start zwar lange Zeit vorn, mussten sich aber am Ende gegen die Crew der "Kea" geschlagen geben. christina milbrandt

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03. Oktober 2013, 06:57 Uhr

Stadtmitte | "Ich bin richtig stolz auf unseren Sieg. Schließlich ist das hier die inoffizielle Weltmeisterschaft der Hiddensees", so Andreas Wenndorf gestern Nachmittag nach der Senatorenregatta im Rostocker Stadthafen. Gemeinsam mit seinem Sohn Robert und Nils Buyny hat er die "Kea" als erstes von 29 Segelschiffen durch das Ziel gebracht. Für Wenndorf ist das Ereignis etwas ganz Besonderes. "Das ist die einzige Regatta, bei der sich gleichwertige Schiffe messen können. Es ist schwer, hier zu gewinnen", erklärt er.

Ausgerichtet vom Rostocker Segelverein Citybootshafen ist die Senatorenregatta bereits zu einer beliebten Feiertagstradition in der Hansestadt geworden. "Wir haben über die vergangenen 19 Jahre Konstanz gezeigt. Es gibt nur leider immer weniger Senatoren", so der Vereinsvorsitzende Christian Schönrock. Neben dem sportlichen Spaß hat die Veranstaltung allerdings auch einen zwischenmenschlichen und politischen Hintergrund. "Das Ziel ist es, Vertreter aus Politik und Wirtschaft mit Segelsportlern zusammenzubringen", sagt Vereinsmitglied Bernhard Müller. So bekamen die Gäste per Losverfahren eines der Segelboote zugewiesen, auf dem sie gemeinsam mit erfahrenen Seglern das Rennen bestritten.

Mit dabei waren unter anderem bekannte Gesichter wie Christoph Müller von der Arbeitsagentur, Matthias Bohn von der Ostseesparkasse und Karina Jens. Die Bürgerschaftspräsidentin nimmt jedes Jahr an der Regatta teil. "Als es losging, war ich selbst noch Senatorin. Ich finde, solange man politische Verantwortung trägt, sollte man auch Durchhaltevermögen zeigen und hier mitmachen", so Jens. Dass ihr Boot, die "Hardcora", letztlich nur den 25. Platz belegte, störte sie nicht. Es gehe um den Teamgeist und den Spaß.

Mit dieser Einstellung gingen auch die anderen Teams an den Start. Das tolle Wetter sorgte bei allen Teilnehmern schon im Vorfeld für gute Laune. Bei strahlendem Sonnenschein und viel Wind lieferten sie sich ein spannendes Rennen im Stadthafen. Viele Segel-Fans und Spaziergänger verfolgten das bunte Treiben von der Uferkante aus.

Als einziges auswärtiges Boot ging die "Brandy" an den Start. Gesteuert wurde das Schiff von den Stralsundern Andrea und Ingo Brandt sowie ihrem Freund Dietmar Reim. "Natürlich geht es bei der Regatta um den Spaß, aber es wäre schon toll, hier unter die ersten drei zu kommen", so Andrea Brandt. Schon beim Start hängten sie viele der anderen Teilnehmer ab und kämpften bis zum Schluss darum, doch noch vor der "Kea" ins Ziel zu kommen. Sie mussten sich am Ende zwar gegen ihre Konkurrenten geschlagen geben, waren aber trotzdem bester Stimmung. "Natürlich wäre der erste Platz super, aber wir freuen uns riesig darüber, dass wir so weit vorn gelandet sind", so Andrea Brandt. Nachdem die "Brandy" wieder sicher angelegt hatte, stieß die Besatzung erst einmal auf das gute Ergebnis an. "Das ist ein richtig erfolgreicher Abschluss dieser Regatta-Saison", sagt Ingo Brandt.

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