FLUGHAFEN ROSTOCK LAAGE : Spanier kooperieren mit Laage

 Flughafen Rostock-Laage
Flughafen Rostock-Laage

Nach Costa nutzt nun auch Pullmantur den Flughafen für Kreuzfahrtpassagiere / Boeing 747 wird Dauergast auf der Rollbahn

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27. Januar 2016, 10:00 Uhr

Der Flughafen Rostock-Laage baut seine Zusammenarbeit mit internationalen Kreuzfahrtreedereien aus. Nach dem italienischen Unternehmen Costa Crociere fliegt nun auch die spanische Reederei Pullmantur Cruises ihre Passagiere über den Airport ein. An jedem zweiten Sonnabend zwischen Mitte Juni und Mitte September landen im Akkordtempo je zehn Flugzeuge mit 170 bis 529 Kreuzfahrtreisenden aus Madrid und Barcelona in Laage.

Insgesamt werden etwa 33 000 Pullmantur-Gäste erwartet, bei Costa sind es rund 30 000 – nach 18 500 im vergangenen Jahr. Mithilfe dieses Geschäftsmodells hatte der Flughafen seine Passagierzahl zuletzt um zwölf Prozent auf 191 000 steigern können. Dank des neuen Deals folgt nun die nächste Stufe. Erstmals kommt dabei auch eine Boeing 747 im Regelverkehr zum Einsatz. „Wir stehen alle in den Startlöchern, um zu beweisen, dass wir sie abfertigen können“, sagt Flughafen-Chef Rainer Schwarz. Es sei aber bereits seit dem G8-Gipfel in Heiligendamm klar, dass selbst diese Jumbojets zu bewältigen sind: „Zum Glück hat der amerikanische Präsident mit seiner Air Force 1 schon als Testpilot hergehalten“, so Schwarz.

Pullmantur steuert Warnemünde bereits seit 2011 an, hatte in der Saison 2014 allerdings zehn Anläufe nach Wismar verlegt. Ausschlaggebend soll damals die Unzufriedenheit mit dem zugewiesenen Liegeplatz im Überseehafen gewesen sein. Jetzt wird dieser Platz zum Vorteil – er ist per Busshuttle schnell vom Flughafen aus zu erreichen. Außerdem wechselt die Reederei ihren Kreuzliner. Bisher kam die „Empress“ zum Einsatz, jetzt „bringen wir unser bestes und größtes Schiff, die ,Monarch‘“, sagt Präsident Jorge Vilches. Mit ihren 269 Metern Länge übertrifft sie die „Empress“ um 58 Meter und kann statt 2000 Passagiere 2700 an Bord nehmen.

Vom Überseehafen aus startet die „Monarch“ künftig zu Rundreisen Richtung Baltikum und norwegische Fjorde. „Im nächsten Jahr wollen wir unser Engagement um eine auf acht Wochen ausbauen und so fast 40 000 Passagiere bewegen“, sagt Vilches. Dem Geschäftsführer der Hafen-Entwicklungsgesellschaft, Jens Scharner, zufolge wird der Überseehafen erstmals überhaupt von einer Reederei für Anläufe mit Passagierwechseln genutzt. Pro Schiffsanlauf rechnet er mit rund 4500 beförderten Gästen.

Laut Flughafen-Chef Schwarz ist diese Form der langfristigen Kooperation nur durch den auf eine Million Euro aufgestockten Landeszuschuss bis 2017 möglich. „Das schafft Sicherheit“, so Schwarz.

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