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Norddeutsche Neueste Nachrichten

19. Oktober 2017 | 14:58 Uhr

Kaufmannschaft : Sozialer Einsatz im Smoking

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Neuesten Nachrichten

Jahresköste sammelt für Nonnenaltar und Flüchtlinge / Ehrengast ist Ex-Innenminister und DRK-Präsident

Rostocks gut situierte Herren haben gestern wieder die Smokings übergestreift und die Jahresköste der Kaufmannschaft begangen. „Es ist ein jährlicher Höhepunkt für mich“, sagt Dr. Thomas Diestel. Einmal im Jahr versteht er sich nicht als Unternehmer, sondern traditioneller als Kaufmann.

Die Männer kommen mit ihren Gattinnen und Gästen zum Empfang im Rathaus zusammen. Oberbürgermeister und Öllermann richten sich an die Mitglieder und thematisieren, was die Stadt derzeit bewegt. Zur Jahresköste im 25. Jubiläumsjahr der Deutschen Einheit war Ex-Innenminister Rudolf Seiters Ehrengast der ersten Reihe. Von 1988 bis 1993 machte er sich um die Wiedervereinigung verdient. Heute ist er Präsident des Deutschen Roten Kreuzes. Ihm schien zu gefallen, was Öllermann Alexander Winter vor den rund 160 Herren und 100 Damen anführte.

Winter, gebürtiger Hamburger, sprach den aus der DDR Geflüchteten Bewunderung aus. „Dass wir hier und heute nach 25 Jahren Wiedervereinigung zusammenkommen, ist Verdienst der Menschen, die ihr Leben verbessern wollten.“ Er deutete an, was später erst so richtig zum Dinner zur Sprache kam: Solidarität mit Flüchtlingen in Rostock. Für sie wurde auch gespendet. „Es ist nicht der eigentliche Satzungssinn“, sagt Diestel, aber es sei zu aktuell, zu wichtig.

Hauptspendenzweck war der 500 Jahre alte Nonnenaltar in der Unikirche. Und so wurde nach dem Traditionsmahl Ochsenschwanzsuppe, Rippenbraten und rote Grütze in die Tasche gegriffen und gespendet. „Es ist großartig, dass hiermit Geld für besondere Aktionen gesammelt wird“, sagt Dr. Anne Sandmann. Wie die anderen Damen wohnte sie der eigentlichen Köste im Steigenberger Hotel nicht bei. Traditionell wird den Damen ein anderes Programm geboten – dieses Mal im Konrad-Zuse-Haus. An den Tisch schaffte es nur die HMT-Rektorin.

 

 

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