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Norddeutsche Neueste Nachrichten

18. November 2017 | 02:13 Uhr

Mahnmal : Sowjet-Panzer im Museum

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Neuesten Nachrichten

Panzer auf Reisen: Fund vom Rostocker Mühlendamm wird zentrales Exponat der Ausstellung „Kriegsende, Befreiung, Neubeginn“.

von
erstellt am 02.Mai.2015 | 06:00 Uhr

Sein Fund im Schlamm der Warnow fast 70 Jahre nach Kriegsende machte weltweit Schlagzeilen. Jetzt steht fest: Der sowjetische Panzer vom Rostocker Mühlendamm bleibt in der Hansestadt – und er kommt an prominenter Stelle ins Museum. „Der Turm des Panzers aus dem Zweiten Weltkrieg wird zentrales Exponat der neuen Ausstellung ,Kriegsende, Befreiung, Neubeginn’ im Kulturhistorischen Museum“, sagt Stadt-Sprecher Ulrich Kunze. Eröffnet werden soll sie am Freitag, 8. Mai, mit einer Gedenkveranstaltung zum 70. Jahrestag der Befreiung vom Nationalsozialismus und des Endes des Zweiten Weltkriegs.

Der Panzer vom Typ T 34 gehörte zur Roten Armee, die Rostock gestern vor 70 Jahren erreichte, am 1. Mai 1945. Die meisten der Sowjetsoldaten kamen über die noch intakte Petribrücke, nahmen die Stadt fast ohne Gegenwehr ein. Nur am Mühlendamm kam es zu einer Detonation. Deutsche Soldaten hatten den T 34 in den letzten Kriegswirren mit einer Seemine gesprengt. Die Besatzung kam bei dem Angriff ums Leben. Der sowjetische Panzer blieb jahrzehntelang im Schlamm liegen, wurde vergessen und erst bei Bauarbeiten für die neue Mühlendammbrücke im November 2011 wiederentdeckt. Von der Bergung im März 2012 darauf berichteten zahlreiche internationale Medien, auch mehrere TV-Teams aus Russland. Überreste der fünf getöteten Panzerfahrer wurden 2012 in Anwesenheit von Angehörigen auf dem Ehrenfriedhof am Puschkinplatz beigesetzt.

Zur Eröffnung der neuen Ausstellung mit dem Turm des Panzers hat sich jetzt auch der Kulturattaché der russischen Botschaft in Berlin, Sergej Maguta, angekündigt. Der T 34 soll am frühen Dienstagmorgen mit einem Schwerlastkran ins Kloster zum Heiligen Kreuz transportiert werden. Dafür ist laut Stadtverwaltung auch eine teilweise Abdeckung der Kröpeliner Straße mit schützenden Stahlplatten vorgesehen. Schon um 6 Uhr morgens soll der Panzer auf der Rückseite des Museums am Kleinen Katthagen ankommen.

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