zur Navigation springen
Norddeutsche Neueste Nachrichten

20. August 2017 | 10:00 Uhr

Rostock : So wird das neue Werftdreieck

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Neuesten Nachrichten

Die Wiro hat die Planungen fast abgeschlossen – für ein Wohngebiet im Grünen und fast ohne Autos.

Im Werftdreieck entsteht in den nächsten Jahren eines der modernsten und grünsten Wohngebiete, das auf Gemeinschaft und innovative Verkehrslösungen setzt. Die Planungen dafür hat die Wiro beinahe abgeschlossen.

Das Siegerbüro des städtebaulichen Wettbewerbes arbeitet in den letzten Zügen am Funktionsplan. Dieser ist die Vorstufe des rechtskräftigen Bebauungsplans. Dafür hatten die Wiener Architekten die Ergebnisse umfänglichen Gutachten zu Verkehr oder auch Lärm eingearbeitet.

„Es ist ein sehr spannender Entwurf“, sagt Christian Jentzsch, Prokurist der Wiro. Die Architekten Michael Frischauf und Albert Wimmer haben das Gelände in kleine Karrees unterteilt. Die einzelnen Gebäude haben nach außen gewandt fünf Geschosse. Wenige Hochpunkte sind vorgesehen – wie ein Kundenzentrum der Wiro an der Lübecker Straße nahe dem Holbeinplatz. Zu 90 Prozent soll Wohnen entstehen – 750 Wohnungen – nur zehn Prozent sollen Büros oder Kleingewerbe ausmachen.

„Uns ist ganz wichtig, dass eine Art Hofgemeinschaft entsteht“, sagt Frischauf. Ideal funktioniere das bei 60 bis 80 Wohnungen in einem Karree. Jeder Hof wird speziell bepflanzt und bekommt einen Kinderspielplatz. Spielplätze für die Großen wie Skaterpark oder Basketballplatz werden in den 2,5 Hektar Werftpark verlegt. Dieser soll das Gebiet bis zum Platz des 17. Juni durchziehen.

Auch ein Mehrgenerationenspielplatz und eine Hundefläche mit 3000 Quadratmetern an der Lübecker Straße sind geplant. An der neuen Straße, die hinter der Max-Eyth-Straße zum Holbeinplatz hin geschaffen wird, wird eine Kita mit 2500 Quadratmetern gebaut.

Es soll nur drei Hauptzugänge ins Quartier geben, möglichst klein, um nicht zu viele Emissionen einzutragen. Durchgangsverkehr soll es im neuen Werftdreieck nicht geben. Eine begrünte Hochgarage wird an der Lübecker Straße entstehen. „Wir wollen einfach versuchen, hier neue Mobilitätskonzepte anzubieten“, sagt Frischauf. Carsharing, Fahrradverleih und dergleichen sollen über einen Mobilitätsmanager laufen. Einer der Höhepunkte des Viertels wird sicherlich der Kayenmühlengraben, der jetzt noch unterhalb verrohrt fließt und renaturiert mit Sitzflächen und Brücken öffentlich werden soll.

Die Zukunft der Heinkelmauer ist noch nicht entschieden. Sie obliegt dem Bau-Ministerium, nachdem die Denkmalbehörden sich nicht einigen konnten. Wird das Denkmal abgerissen, sollen Teile erhalten werden und neben Elementen des Krans Möwe und Verweisen zur Industriegeschichte im Viertel ausgestellt werden. Zum Dreieck am Platz des 17. Juni – beim Autohaus und der Fachhochschule – diskutiert die Wiro noch mit den Eignern, könnte sich perspektivisch dort aber ein Studentenwohnheim vorstellen.

Der Funktionsplan wird am 13. Juni im Autohaus Goldbach vorgestellt. Dann folgt der B-Plan und als Langzeitziel der Bau, der Anfang der 2020er-Jahre fertig werden soll.

zur Startseite

von
erstellt am 28.Apr.2017 | 05:00 Uhr

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Kommentare

Leserkommentare anzeigen