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Diedrichshäger Moor : So soll das Moor wieder gesunden

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Neuesten Nachrichten

Hero befindet sich mit den Arbeiten vor Ort im Plan

svz.de von
erstellt am 07.Apr.2016 | 16:00 Uhr

Die Arbeiten im Diedrichshäger Moor schreiten sichtbar voran. Deshalb richten sich die Blicke an der Stadtautobahn auf diese ökologische Ausgleichsmaßnahme der Hafen-Entwicklungsgesellschaft Rostock (Hero). Wo das Moor gesunden soll, wird mit Spezialtechnik gearbeitet. Die ersten Planungen reichen zurück ins Jahr 2001. Seit vergangenem Jahr läuft die Umsetzung.

Bei der Maßnahme geht es darum, in verschiedenen Stufen und Jahren insgesamt etwa 100 000 Kubikmeter ausgetrockneten Moorboden abzutragen und abzutransportieren. „Wir liegen im Plan, mehr noch, der Baubetrieb ist schneller vorangekommen“, sagt Holger Kleist von der Bauoberleitung der Hero. 13 der insgesamt 45 zu bearbeitenden Hektar sind gebaggert. Um eine naturnahe Moorlandschaft zu erhalten, wird das Gelände modelliert, dazu zählt die Schaffung einer Insel-Senken-Struktur. Weiterhin gehören vier regulierbare Stauvorrichtungen, sieben Grabenverschlüsse und die Pflanzung von zum Moor passenden Gehölzen dazu. Zu denen zählen Erle, mehrere Arten Weide und Esche. „Die Pflanzung ist erfolgt“, sagt Umwelt-Ingenieur Knut Bartsch von der Hero. Mit all den Maßnahmen soll ein optimaler Wasserstand hergestellt und verhindert werden, dass Teile des Diedrichshäger Moores dauerhaft vernässen und andere gar nicht. Dafür kommen etwa 30 Holzpfähle pro Staueinrichtung in die Erde.

Die Planungsvorgabe untersagt das Anheben der Wasserstände und die Überflutung von angrenzenden Flächen. Die Angst vor Überflutung war eine große Sorge der Kleingärtner der Anlage Am Moor. „Das hängt mit den Starkregenereignissen und den überfluteten Gärten im Jahr 2011 zusammen“, sagt Vorsitzender Christian Seifert. „Wir begrüßen daher grundsätzlich die Aktivitäten der Hero und dass wir auch in die Planungen einbezogen worden sind“, sagt er. „Aus ökologischen Gründen wird der abgetragene Moorboden zu Bauern aus Retschow und Hanstorf transportiert“, ergänzt Umwelt-Ingenieur Bartsch. Die Nähe zur Baustelle zerstreut die Vorwürfe des Naturschutzbundes hinsichtlich der C02-Bilanz. In der Zeit, in der der Torf nicht auf die Felder der Bauern gebracht werden kann, wird er zwischengelagert, bis die Abholung weitergeht. Drei Millionen Euro investiert die Hero in die Maßnahme. Bis drei Jahre nach Fertigstellung nimmt das Projekt Untersuchungen von Fauna und Flora vor.

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