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20. November 2017 | 15:00 Uhr

So schön wird die Hanse Sail 2012

vom

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erstellt am 18.Apr.2012 | 08:24 Uhr

Rostock | Auch wenn die Hanse Sail in diesem Jahr ohne historische Windjammer auskommen muss, soll das Seglertreffen wieder ein maritimer Höhepunkt und zugleich das größte Volksfest Mecklenburg-Vorpommerns werden. Das Hanse Sail-Büro arbeitet auf Hochtouren daran, die Teilnehmerliste der Schiffe zu erweitern, Markt- und Bühnenprogramm zusammenzustellen und Events rund um die Sail zu organisieren. Neben bewährten Attraktionen soll dabei auch eine Reihe von Neuheiten das Publikum begeistern.

Etwa 150 Schiffe sind schon angemeldet. "Eines der Highlights ist dabei die ,Star Flyer’", sagt Holger Bellgardt, Leiter des Hanse Sail-Büros. Der 115 Meter lange Viermaster wird zum ersten Mal an der Sail teilnehmen. Obwohl es sich bei dem Großsegler um ein modernes Luxus-Kreuzfahrtschiff handelt, erinnert er mit seinem majestätischen Bau und den weißen Segeln an die alten Zeiten, in denen die Windjammer über die Weltmeere kreuzten. "Wir freuen uns, dass die Reederei Star Clippers die Hanse Sail in ihr Programm mit aufgenommen hat", sagt Bellgardt. Der Cheforganisator erwartet außerdem Raritäten ohne Segel wie die Oldtimer-Dampfschiffe "Bussard" und "Woltman".

Kreuzfahrt-Viermaster statt "Gorch Fock" als Stargast

Einige gern gesehene Gäste aus den vergangenen Jahren fehlen jedoch. Windjammer sind auf Weltumseglung, wie die "Sedov", in der Werft wie die "Sörlandet" oder repräsentieren ihren Flaggenstaat während der Olympischen Spiele in London, wie die "Krusenstern". Auch das Segelschulschiff der Deutschen Marine, die "Gorch Fock", wird Rostock in diesem Jahr keinen Besuch abstatten. "Das Schiff wird voraussichtlich erst im September aus der Werft kommen. Das hat sich in den vergangenen Wochen erst herausgestellt", sagt Fregattenkapitän Gunnar Wolff, Sprecher des Marineamts. Die Marine wird aber mit der Fregatte Rheinland-Pfalz und einem Schnellboot auf der Hanse Sail präsentieren.

Landseitig will die Hanse Sail in diesem Jahr mit einigen Neuerungen aufwarten. "Erstmals wird es auf der Freifläche vor der "Georg Büchner" einen Entertainment-Park geben", sagt Bellgardt, der dafür eine Kooperation mit dem Citti-Park in Schmarl eingeht. Mit sportlichen Angeboten sollen dort vor allem junge Besucher angesprochen werden. Außerdem wird so an der Kaikante die Lücke zum Segelstadion in Höhe der ehemaligen Neptun-Werft geschlossen. Dort können Besucher wieder Wettkämpfe in Fun-Sportarten wie Wasserski oder Stand-up-Paddling beobachten und erstmals auch während der Sail Regatten von Seglern beobachten. "Im Segelstadion besteht die einzigartige Möglichkeit, den Sport hautnah zu erleben", sagt Bellgardt.

Neu soll außerdem eine Lasershow sein, die an drei Abenden den Himmel über Rostock erleuchten wird. "Trotzdem verzichten wir nicht auf das traditionelle Feuerwerk zum Abschluss der Hanse Sail", so Bellgardt. Ein weiteres bewährtes und beliebtes Element soll es in diesem Jahr in einer anderen Form geben: Die Parade der Nationen, bei denen Schiffe mit Flaggen aller teilnehmenden Länder aus- und einlaufen, soll von Schiffen der technischen Flotte gefahren werden. "Damit rücken wir die in den Mittelpunkt, die für einen Ablauf der Veranstaltung sorgen. Dabei sind zum Beispiel das Rostocker Feuerlöschboot, die Marine oder die Fischereiaufsicht", sagt der Cheforganisator. Neben gediegeneren Neuheiten wie der Art Maritim, einer Kunstausstellung in der Hochschule für Musik und Theater oder spektakulären Angeboten wie dem Fliegen mit seltenen Flugbooten sollen die Gäste der Hanse Sail sich auch wieder auf Bewährtes freuen können.

Parallel zur Vorbereitung des diesjährigen Festes arbeitet das Organisationsbüro an der Weiterentwicklung und Internationalisierung des Veranstaltungskonzepts, womit es von der Bürgerschaft beauftragt worden war. "Im Juli wollen wir das fertige Papier zum Beschlussfassung vorlegen", so Bellgardt. Ein erster Schritt zu einer internationaleren Ausrichtung könnte schon gemacht sein. Wie die dänische Nachbargemeinde Guldborgsund Kommune vor kurzem bestätigt hat, will sie dauerhaft im Baltic-Sail-Verbund mitwirken. Damit soll die Haikutter Regatta - zwischen dem dänischen und dem Rostocker Hafen zu einer dauerhaften Institution entwickelt werden.

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