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18. November 2017 | 20:50 Uhr

So schön wird der neue IGA-Park

vom

svz.de von
erstellt am 30.Jul.2013 | 09:08 Uhr

Rostock | Wasserski, Beachvolleyball, Klettergarten, Streichelzoo und ein rundherum aufgewertetes Tradi mit Schiffssimulator - so sieht der Rohentwurf für den neuen IGA-Park aus. Der IGA-Aufsichtsrat will das Konzept Ende des Sommers besprechen, dann ist die Bürgerschaft am Zug, vorausgesetzt, das Konzept besteht auch die Wirtschaftlichkeitsprüfung. Fest steht: Der Park wird weitgehend freigegeben, nur für den Bereich um das Traditionsschiff soll noch Eintritt erhoben werden. Möglich wird die Öffnung durch den Ablauf der Zehn-Jahres-Auflage zur Weiterführung der IGA GmbH als steuerpflichtiges Unternehmen. Sie war eine der Bedingungen für die damals ausgereichten Fördermittel.

Und so stellt sich das Team aus Landschaftsarchitekten, Architekten und Marketingexperten den umgestalteten Park vor:

Spiel und Sport

Schon länger im Gespräch ist eine privat betriebene Wasserski-Anlage am Ufer der Warnow. Daran halten auch die Planer fest, sie wollen zusätzlich aber noch Platz für Kitesurfer und Beachvolleyballer schaffen. Außerdem könnten Wasserspiele, ein Sandskulpturen-Club, Wasserhüpfburgen, Strandkorbvermietung und eine Schatzsuche mit Detektoren für Abwechslung sorgen. Der Strand selbst soll frei zugänglich sein, die diversen Angebote der Fremdbetreiber sind aber gebührenpflichtig.

Der Inselspielplatz und die bereits existierende Sportarena bleiben erhalten. Neu hinzu kommt eine Skate- und Poolanlage für Biker und Boarder ab 14 Jahren. Sie könnte auch für internationale Szene-Wettkämpfe genutzt werden. Gleich nebenan im Sportschiff ist ein Mehrzweckplatz für Basketball, Badminton und Tennis vorgesehen. Die Restfläche wird mit Sand und einer Kletterwand ausgefüllt. Die Anlagen sollen auch das bestehende Angebotsdefizit in Schmarl und Groß Klein für die entsprechenden Altersgruppen beheben.

Als weitere Attraktion wollen die Planer die Minigolfanlage aufwerten. Denkbar sind in diesem Zusammenhang etwa Nachtminigolf mit Phosphorbällen, Crossminigolf mitten durch den Park oder Speedminigolf, bei dem die Abschlaggeschwindigkeit gemessen wird. Vorstellbar seien darüber hinaus zusätzliche privatwirtschaftlich betriebene Angebote wie ein Baumwipfelpfad, Klettergarten oder Streichelzoo.

Bühnen

Die Freilichtbühne soll deutlich stärker als bisher genutzt werden, zum Beispiel für Kleinkunst, Theater, Konzerte oder Sonderveranstaltungen wie die Lichtklangnacht. Am Konzept des Weidendoms wollen die Planer hingegen nicht rütteln. Das größte lebende Bauwerk der Welt soll auch weiterhin als Veranstaltungsort dienen, etwa für Gottesdienste.

Gärten

Auf einen Vorschlag aus der Bevölkerung geht die Idee für Familienstammbäume zurück. Nach der Pflanzung weisen kleine Schilder auf die zugehörigen Familien hin. Darüber hinaus soll ein Teilbereich des Parks für urbanes Gärtnern freigegeben werden. Bürger, Schulen oder Seniorenheime könnten dann einzelne Parzellen beackern. Auch Wochenmärkte mit Pflanzenverkauf und Schulungen in Kombination mit Umweltbildung sind hier möglich. Rosen- und Rhododendrongarten wollen die Planer erhalten, die Nationengärten hingegen weitgehend zurückbauen. Dafür sollen ein Parkplatz, ein Spielplatz für Kinder bis sieben Jahre und ein Streichelzoo installiert werden.

Anbindung

Mit der angestrebten Attraktivitätssteigerung von Park und Schifffahrtsmuseum rückt auch ein regelmäßiger Stopp der Fahrgastschiffer wieder in den Blick. Die Mitnahme von Fahrrädern soll dabei ausdrücklich erlaubt werden, um den Park in das überregionale Radwegenetz einzubinden. Auch Kombitickets aus Schifffahrt und Museum sollen erhältlich sein.

Hamburger Tor und Hallenhaus

Das Hamburger Tor - die Eingangsfläche zwischen Hanse Messe und S-Bahn - könnte für eine Bebauung freigegeben werden. In Frage kämen beispielsweise betreutes Wohnen, Generationenwohnen, ein Hotel oder auch eine Erweiterung der Messefläche. Für Letzteres könnte aber auch der nördliche Bereich vor der Messe genutzt werden. Sie könnte alternativ entsiegelt werden. Das Mecklenburger Hallenhaus soll bestehen bleiben, das Angebot aber erweitert werden. Denkbar sind beispielsweise Basteln, Handwerken, Kartenspielen und ein Ausbau der Gastronomie mit Eventkochen für Firmenveranstaltungen.

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