Hanse Sail in Rostock : So regelt die Stadt den Sail-Verkehr

Autofrei für mehr Sicherheit: Während der 26. Sail wird die L 22 wieder gesperrt.
Autofrei für mehr Sicherheit: Während der 26. Sail wird die L 22 wieder gesperrt.

Eine Million Besucher werden zur Mammutaufgabe: Veranstalter empfehlen Anreise mit den Öffentlichen statt Pkw. L 22 wieder gesperrt.

svz.de von
08. August 2016, 05:00 Uhr

Zur 26. Hanse Sail werden wieder etwa eine Million Besucher in den Rostocker Stadthafen und nach Warnemünde strömen – eine logistische Mammutaufgabe für die Veranstalter, die Hansestadt und die hiesigen Verkehrsbetriebe. Um einen reibungslosen An- und Abreiseverkehr sowie auch die Sicherheit der Besucher zu gewährleisten, arbeiten die deshalb eng zusammen. Und raten, das Auto stehen zu lassen und stattdessen auf den öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) auszuweichen: „Wir empfehlen allen Rostockern und Gästen grundsätzlich, die Anreise ohne Pkw beziehungsweise die Nutzung der Park-and-Ride-Anlagen an den wichtigen Verkehrsknotenpunkten des ÖPNV“, sagt Andrea Doliwa, Geschäftsführerin des Verkehrsverbunds Warnow (VVW). Die Parkplätze werden an den Haltepunkten Dierkow und Lütten Klein, am Hauptbahnhof, am Südblick, im Groß Schwaßer Weg sowie an der Warnemünder Werft eingerichtet. Insgesamt stehen mehr als 4000 Parkflächen zur Verfügung, so Doliwa.

Von dort aus kommen die Sail-Besucher dann per Straßenbahn, Bus oder S-Bahn ans Ziel – mit einer Neuerung: „In diesem Jahr wird es keine Sonderlinie 9 geben“, sagt Jan Bleis, Geschäftsführer der Rostocker Straßenbahn AG (RSAG). Durch das neue Verkehrskonzept Mobil 2016 und die damit einhergehenden geänderten Linienführungen in der Innenstadt sei diese zusätzliche Linie nicht länger notwendig. „Daraus ergibt sich der Vorteil, dass die Rostocker die gewohnte Streckenführung nutzen können und sich nicht umorientieren müssen“, so Bleis. Alle Straßenbahnen verkehren auf den Hauptstrecken alle 7,5 Minuten, in den Nächten zu Sonnabend und Sonntag bis 2 Uhr. Dann fahren alle 30 Minuten Nachtbusse. Die S-Bahn zwischen Hauptbahnhof und Warnemünde verkehrt Sonnabend und Sonntag im 7,5-Minuten-Takt, ab Donnerstag fährt sie bis 23.30 Uhr alle Viertelstunde und ab Freitagnacht bis 8 Uhr alle halbe Stunde. Die Züge werden auf die doppelte Länge gekoppelt. Die Fähren zwischen Warnemünde und Hohe Düne sowie Kabutzenhof und Gehlsdorf verkehren im Pendelverkehr und nach Bedarf.

Wie im vergangenen Jahr wird auch die L 22 Am Strande zeitweise vollgesperrt: „Am Freitag von 20 bis 1 Uhr und am Sonnabend von 17 bis 1 Uhr wird die Straße Am Strande zwischen Kanonsberg und Grubenstraße komplett für Pkw gesperrt“, sagt Heike Schröder vom städtischen Amt für Verkehrsanlagen. Bereits ab Donnerstag bis zum Sail-Ende am Sonntag gelte zudem Tempo 30 auf der L 22, die Ampelschaltung werde entsprechend angepasst. Der Grund: „Im Ernstfall muss die Entfluchtung in Richtung Innenstadt gewährleistet werden“, sagt der Sail-Sicherheitsbeauftragte Bernd Knitter. Über sieben Fluchttore könne der Stadthafen innerhalb von 11 Minuten evakuiert werden, so Knitter außerdem.

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