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Norddeutsche Neueste Nachrichten

17. Oktober 2017 | 15:24 Uhr

Warnemünde : So entstand die schöne „Aspasia“

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Neuesten Nachrichten

Christian Sauerbrey konstruierte und baute sein Schiff selbst

svz.de von
erstellt am 14.Okt.2015 | 13:15 Uhr

In diesem Jahr ist Christian Sauerbrey zeitiger dran als viele seiner Vereinsmitglieder. Der 59-Jährige hat bereits gestern seinen Segler „Aspasia“ mit dem Kran des Warnemünder Segelclubs (WCS) heraus hieven lassen. Das Kranen hat Peter Kaphengst geleitet. Als die „Aspasia“ am Haken hing, wurde die Unterseite mit einem Kärcher von Algen und Seepocken befreit. Das ist die Kehrseite dieses schönen Hobbys. „Auf eine Stunde Segeln kommen mindestens drei Stunden Arbeit“, sagt der Freizeitsegler.

Seit 1974 ist der Vorbereitungsschiffbauer Mitglied im Verein. Zum Sport kam Sauerbrey zufällig: „Ich verliebte mich in eine Seglerin, Claudia“, erinnert er sich und beschreibt, dass ihn so die Faszination packte.

Sein Schiff ist übrigens ein ganz besonderes: Nicht nur, weil es nach der griechischen Philosophin Aspasia benannt wurde, sondern weil es ein Eigenbau ist. „Ich habe es selbst konstruiert und auch gebaut“, sagt Sauerbrey. Zu DDR-Zeiten sah es mit einem Bootsmarkt mau aus, da kam der Gedanke mit dem Eigenbau auf. „Freunde und Bekannte haben fleißig mitgeholfen“, sagt er. Nach der Wende gab es knappe drei Jahre Baupause. Dann ging es weiter. Damals war es ungewohnt, dass die Materialknappheit vorbei war. „Dafür war dann vieles eine Preisfrage“, erinnert sich Sauerbrey. Und er weiß auch noch, was der Stapellauf auf dem WSC-Gelände für ein besonderes Ereignis für ihn, seine Frau und Vereinsfreunde gewesen ist. „Da gab es viel Beifall für das Kunststoff-Sperrholzschiff und auch ein leckeres Büfett“. Und wenn er unterwegs ist und die Sprache kommt darauf, dass es ein Eigenbau ist, dann gibt es schon Bewunderung. „Das ist auch egal, ob es ost- oder westdeutsche Segler sind“, sagt Sauerbrey.

Auch Tochter Inga, ihr Partner Björn Dienst sowie Söhnchen Arne sind gern mit der „Aspasia“ und den Eltern unterwegs. Am 3. Oktober wurde Arnes Schwester Lina geboren, die später auch mit auf Segeltörn kommt.

Die große Kranaktion des WSC steht für Sonnabend, 24. Oktober, im Kalender. Da gehen weitere Segler an den Haken und in die Halle ins Winterquartier.

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