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Norddeutsche Neueste Nachrichten

19. Oktober 2017 | 16:54 Uhr

Warnemünde : Slipanlage und Kran gefordert

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Neuesten Nachrichten

Sportboothafen des Ostseebades soll perspektivisch für zehn Millionen Euro ausgebaut werden. Ortsbeirat bespricht Nachbesserungen

svz.de von
erstellt am 11.Okt.2017 | 12:00 Uhr

Der Sportboothafen Warnemünde soll in Kürze aufgewertet werden. Darum ging es in der gestrigen Ortsbeiratssitzung. „Damit verfolgen wir zwei grundlegende Ziele“, betonte Rostocks Finanzsenator Chris Müller-von Wrycz Rekowski (SPD). Es gehe zum einen um die Verbesserung der Bedingungen für Sportsegler und Gastlieger: „Fast alle kommunalen Anlagen und die des Landessportbundes sind verschlissen und teilweise gesperrt“, so der Senator.

Das zweite Anliegen ziele auf einen lang gehegten Wunsch ab, der bereits bei der Bewerbung als Austragungsort für die olympischen und paralympischen Segelwettbewerbe 2024/2028 deutlich geworden war: Eine Kapazitätserweiterung bei den Liegeplätzen sowie die Verlängerung des Hafens in Richtung Norden. „Statt jetzt 110 wird es künftig 240 Plätze geben.“ Beides könne mit dieser Maßnahme realisiert werden.

Zusätzlich würde in der Verlängerung der Yachthafenmole eine Nordmole mit einer Länge von 85 Metern errichtet. Es wird außerdem in dem Areal eine Hafeneinfahrt entstehen. Sie diene gleichzeitig der Sicherheit für die Boote, so Planer Bernd Opfermann vom Büro b&O-Ingenieure aus Hamburg, der das Projekt vorstellte. Er hat die Planungen vom Olympia-Niveau auf die jetzige Situation ohne das Sportevent verändert. Das Besondere ist, dass neben den Steganlagen ein Ponton für ein zweigeschossiges Gebäude für Sanitäranlagen, Technik, Lager und den Hafenmeisterservice errichtet wird. „Das kostet 500 000 Euro, aber wir bieten den Seglern kurze Wege, außerdem befindet sich das Gebäude an einer sehr exponierten Lage“, erklärte Senator Müller-von Wrycz Rekowski. Er wertet das Vorhaben als „Quantensprung, mit dem baulich ein vernünftiger Abschluss und für die touristischen Belange eine gute Situation geschaffen werden kann“. Er hoffe, dass jetzt nicht durch zu viel Gegenwind kostbare Zeit verloren geht und der Zustand sich weiter verschlechtert.

Sowohl der Senator als auch Michaela Raddatz, Koordinatorin aus der Abteilung Hafenbau und -bewirtschaftung des Hafen- und Seemannsamtes, hoffen, dass im Frühjahr kommenden Jahres ausgeschrieben und im Oktober 2018 mit den ersten Abrissarbeiten der desolaten Anlagen gestartet werden kann. Geht alles glatt, ist Ende 2019 alles fertig. Insgesamt kostet das Vorhaben zehn Millionen Euro, 8,5 Millionen sind Fördermittel. „Die Aufwertung des Sportboothafens ist in der Bauzeit mit Einschränkungen verbunden, die auch während der Warnemünder Woche spürbar werden“, so der Senator.

Uwe Jahnke, selber Segler und vom Strukturausschuss des Ortsbeirates, bescheinigte: „Es ist ein sehr sinnvolles Projekt – mit einigen Aber: die zu kleinen Slipanlagen und der fehlende Platz für einen Kran.“ Letzterer sei nicht förderfähig, erklärte Opfermann.

Jörn Etzold von der Sportschule wies auf die Wichtigkeit der Krananlage hin. „Wir sind darauf eingestellt, sie zu bezahlen, aber wir brauchen einen Kran“, sagte er. Das bestätigte gestern auch Jürgen Bohn, Vorsitzender des Warnemünder Segelclubs.

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