Vereinsserie : Sie wollen ihr Dorf bewahren

Elfi Dühnelt mit Günther Zander (l.) und Nils Ibendorf vor dem Hof ihrer Eltern. Sie und ihre Geschwister haben in das 1818 erbaute niederdeutsche Hallenhaus (r.) und in die aus dem Jahre 1822 stammende Hallendielenscheune auch in diesem Jahr wieder viel investiert. Fotos: hars
Elfi Dühnelt mit Günther Zander (l.) und Nils Ibendorf vor dem Hof ihrer Eltern. Sie und ihre Geschwister haben in das 1818 erbaute niederdeutsche Hallenhaus (r.) und in die aus dem Jahre 1822 stammende Hallendielenscheune auch in diesem Jahr wieder viel investiert. Fotos: hars

Förderverein unterstützt den Erhalt der Lichtenhäger Kirche und anderer historischer Gebäude / Mitglieder helfen bei Denkmalfragen

svz.de von
07. Februar 2016, 16:00 Uhr

Im Dorf Lichtenhagen stehen 17 Gebäude unter Denkmalschutz. Zu DDR-Zeiten waren es sogar noch sechs mehr, die nach einer Neubewertung nach der Wende nicht mehr aufgeführt wurden. „Dennoch sind sie ortsbildprägend“, findet Elfi Dühnelt. Die 62-Jährige, die Vorsitzende des im Februar 2009 gegründeten Fördervereins Denkmale Elmenhorst/Lichtenhagen ist, freut sich, dass der Kern ihres Heimatdorfes im Jahr 2001 als Denkmalbereich unter Schutz gestellt wurde.

Aber das, so sagt sie, ist Papier. Irgendwer muss sich um die Praxis kümmern, zumal sich bis auf die Kirchengebäude alle unter Schutz stehenden Bauwerke in Privathand befinden. Grund genug, einen Förderverein ins Leben zu rufen, der die Besitzer der Denkmale beispielsweise beim Ausfüllen von Fördermittelanträgen unterstützt. „Im September haben wir Hilfe bei der Antragstellung für die Dachsanierung des aus dem Jahr 1786 stammenden Stalles auf dem Hof Möller gegeben“, sagt der stellvertretende Vorsitzende Nils Ibendorf.

Dem waschechten Lichtenhäger und seinen anderen 20 Vereinskollegen liegt der Erhalt der Gebäude sehr am Herzen. „Denn sie sind lebendiges Zeugnis jahrhundertealter Tradition“, sagt der 55-Jährige, der sich ebenso wie der Ortschronist Günther Zander intensiv mit der Historie beschäftigt. Entstanden ist so neben der Ortschronik auch eine Buchreihe zur Geschichte des Dorfes Lichtenhagen. Und erst in diesem Jahr wurde in Zusammenarbeit mit anderen Vereinen eine Skulptur eingeweiht, die den Weg zu den Sehenswürdigkeiten weist. „Zudem pflegen wir die plattdeutsche Sprache. Unsere Lichtenhäger Plattsnuten proben zurzeit ein Stück unter dem Titel ,De Leev, de Frust, de Swiegermudder‘“, verrät Ibendorf.

Gerade zu Ende gegangen ist eine kleine, vom Verein organisierte Vortragsreihe zu unterschiedlichsten Themen. „Nicht zu vergessen unsere Aktion auf dem Schulgelände, wo Vereinsmitglieder 25 Tannen gepflanzt haben“, ergänzt Zander.





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