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Weihnachtsmarkt Rostock : Sie sorgen für die Sicherheit

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Neuesten Nachrichten

Polizei warnt vor Taschendieben auf dem Weihnachtsmarkt. Konzept sieht schnelle Kommunikation zwischen den Aufpassern vor

svz.de von
erstellt am 02.Dez.2015 | 11:45 Uhr

Der Duft von gebrannten Mandeln und Glühwein liegt in der Luft. Dazu ein eisiger Wind, der über den Weihnachtsmarkt auf der Kröpeliner Straße pfeift. Trotzdem genießen viele Familien die gemeinsame Zeit. Doch dann der Albtraum: Ein Kind reißt sich los. Im Strom der Besucher, zwischen Bratwurstbuden und Fahrgeschäften, ist es plötzlich verschwunden. Die Angst ist groß.

Dass dieses Szenario Alltag auf dem Rostocker Weihnachtsmarkt ist, bestätigt eine der Macherin der Großveranstaltung, Inga Knospe. „Gerade erst am Sonnabend ist ein Kind verloren gegangen“, sagt die Großmarktchefin. Besonders am Wochenende, bei hohem Besucherandrang, sei die Gefahr groß. „Doch glücklicherweise finden Eltern und Kinder schnell wieder zusammen“, so Knospe. Sie erklärt, dass es seit diesem Jahr einfachere Kommunikationswege zwischen den Mitarbeitern gibt. „Wir setzen mehr Technik ein und sind besser vernetzt.“ Das klappe gut, sodass auch das verlorene Kind vom Sonnabend schnell geortet wurde. „Die Eltern meldeten sich beim nächsten Schausteller“, sagt die Großmarktchefin. Schließlich gab es eine Durchsage über eine neu installierte Beschallungsanlage. „Ab diesem Jahr ermöglichen drei Lautsprecher Durchsagen auf dem gesamten Markt“, sagt Knospe.

Dennoch wurden auch die Standbetreiber sensibilisiert: „Sie achten zum Beispiel darauf, dass Kinder nicht alleine rumirren oder keine herrenlosen Gegenstände herumstehen“, so die Chefin vom Großmarkt.

Dass neben den Laien-Aufpassern aber auch ausreichend professionelle Polizisten im Einsatz sind, weiß der Polizeiführer des Weihnachtsmarktes, Hans-Jürgen Klingbeil. Wie jedes Jahr sei ein Zug der Bereitschaftspolizei mit rund 30 Beamten gestaffelt unterwegs. „Die Wachsamkeit ist hoch, doch gibt es auch nach den Ereignissen in Frankreich keine besonderen Kontrollen oder erhöhte Sicherheitsmaßnahmen“, sagt der 57-Jährige. Allerdings warnt er vor Taschendieben: Bei Großveranstaltungen wie diesen sei die Wahrscheinlichkeit hoch, dass Langfinger unterwegs seien: „Da bei dem hohen Besucheransturm – gerade an den Wochenenden – ein dichtes Gedränge herrscht, ist immer auf die Taschen zu achten.“

Doch während sich die Taschendiebe in der ersten Woche seit Eröffnung des Weihnachtsmarktes zurückgehalten haben, sind die Polizisten weiterhin im Einsatz. „Einer der Schwerpunkte liegt in der Nähe der modernen Fahrgeschäfte“, so Klingbeil. Allerdings ging auch hier das Aggressionspotential zurück. „Die Erfahrung zeigt, es ist ruhiger geworden“, sagt der Polizeichef. Inga Knospe bestätigt: „Das Sicherheitskonzept hat sich bewährt, sodass wir bisher jedes Kind wiederfinden konnten.“

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