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Interview zu Pflegekosten : „Sie sollten mehr an sich denken“

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Neuesten Nachrichten

Die Behindertenbeauftragte Petra Kröger im Interview

von
erstellt am 12.Apr.2016 | 12:00 Uhr

Wer tritt an Sie heran?

Die ganze Bandbreite – von Eltern vor der Geburt eines schwerstbehinderten Kindes über die, deren Kinder Unfälle hatten. Bei uns fragen auch viele Ältere an.

Was sind die Themen?

Viele fragen, wer die Pflege übernehmen kann, ob sie Teilzeit weiterarbeiten können. Im Vorfeld beschäftigt sich natürlich niemand damit.

Was ist das größte Problem für pflegende Angehörige?

Die meisten wollen ihr Kind, ihren Mann, ihre Frau selbst pflegen und sind dann überlastet. Sie sollten ein bisschen mehr an sich denken. Deswegen wäre es auch schön, wenn die Bürokratie den Leuten nicht auch noch im Weg steht.

Welche Rolle spielen finanzielle Sorgen?

Es hapert viel an den Krankenkassen. Die Leute müssen sich ständig damit auseinandersetzen, um etwas zu bekommen. Bei einigen wird durchweg alles abgelehnt, gerade wenn pflegende Eltern eine Kur beantragen wollen. Im Widerspruchsverfahren wird es dann zu 60 Prozent angenommen. Manche scheuen den Aufwand und versuchen es nicht wieder.

Welchen Rat haben Sie für Angehörige?

Es sein zu lassen, wäre der falsche Weg. Es ist wichtig, sich Unterstützung zu holen bei der Pflege, wenn man ausgelaugt ist, auch mal in den Urlaub zu fahren. Es gibt auch Möglichkeiten der Tagespflege – wichtig ist, dass die Angehörigen entlastet sind.

 

 

 

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