Sie setzen den Turm in Flammen

Sie machen das Spektakel zum Erfolg: Gerhard Lau  vom Leuchtturm-Verein, Martina Hildebrandt von MV Event, Gitarrist Tom Rauschhardt, Tourismusdirektor Matthias Fromm, Bassist Jäcki Reznicek, Sänger Rob Reynolds, Keyboarder Christof von Haniel, Produzent Torsten Sitte, Leuchtturm-Vereinschef Klaus Möller und Drummer Sebastian Reznicek (v. l.)
Sie machen das Spektakel zum Erfolg: Gerhard Lau vom Leuchtturm-Verein, Martina Hildebrandt von MV Event, Gitarrist Tom Rauschhardt, Tourismusdirektor Matthias Fromm, Bassist Jäcki Reznicek, Sänger Rob Reynolds, Keyboarder Christof von Haniel, Produzent Torsten Sitte, Leuchtturm-Vereinschef Klaus Möller und Drummer Sebastian Reznicek (v. l.)

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29. November 2012, 10:11 Uhr

Aus wie vielen Funken die Begeisterung der Menschen für „Leuchtturm in Flammen“ besteht, hat noch keiner errechnet. Bei dieser Zahl muss selbst Regisseur Torsten Sitte passen, der sonst alle Fakten vom Neujahrsspektakel abrufbereit hat – wahrscheinlich auch im Tiefschlaf. Es müssen tausende, wenn nicht Millionen sein. Dieser Begeisterungsfunke springt immer auch auf die neuen Akteure über. In diesem Jahr hat die Band Rauschhardt den zum Motto „Für Dich“ passenden Song „For You“ angeboten. Und als Sitte den hörte und er ihm nicht mehr aus dem Ohr ging, kam das Okay an die Band.

„Wir fühlen uns geehrt, mitzumachen. Wir haben gemerkt, dass ,Leuchtturm in Flammen’ etwas Besonderes ist, eine Show, die von Idealisten gemacht wird“, sagt Silly-Bassist Jäcki Reznicek, der früher bei Pankow gespielt hat, jetzt parallel in der Band Rauschhardt mitwirkt und gestern Geburtstag hatte. Nur um den Song zu singen, fliegt Sänger Rob Reynolds beispielsweise aus London zu Neujahr ein.

Idealismus herrschte bei der Gründung von ,Leuchtturm in Flammen’: Die Männer vom Leuchtturm-Verein um Gerhard Lau und den verstorbenen Pastor Rolf Grund haben im Millenniums-Jahr das „Umbläddern in Warnemünn“ ins Leben gerufen. Aus den anfänglich 1000 Gästen sind 70 000 geworden. „Ohne Sponsoren ist das nicht zu schaffen, ohne Sponsoren gibt es keine Show“, sagt Sitte. In diesem Jahr war die Finanzierung eher in Sack und Tüten. Erneut dabei ist Scandlines, aber auch die Stadtwerke AG ist im Boot der Unterstützer. „Für uns ist das eine Investition in die Zukunft“, so Stadtwerke-Sprecher Thomas Schneider. „Wenn sich die Wirtschaft durch die Vitalität der Region angezogen fühlt, ist das auch für uns gut.“

Eine Säule des Erfolgs war die Idee mit den Retter-Shirts: Von jedem verkauften T-Shirt sind fünf Euro in den Topf geflossen. Dadurch konnte in Sachen Ton dieses Jahr noch etwas verbessert werden, sodass die Musik weiter in Richtung Neptun besser zu hören sein wird.

Emotional wird in diesem Jahr vor allem auch die Musik. Hymne an Hymne reiht sich dabei und untermalt das Barockfeuerwerk, das 2000 Effekte in bis zu 35 Metern Höhe und auch das Höhenfeuerwerk, das 1400 Effekte in bis zu 120 Metern Höhe bietet. Bei der Lasershow gibt es mehr als 16 Millionen Farbnuancen. „Es ist die hohe Schule der Kunst der Event-Inszenierung, weil es keine Probe und keinen zweiten Versuch gibt“, sagt Sitte, der sich freut, dass die NNN das Spektakel präsentieren. Auch Tourismusdirektor Matthias Fromm ist froh über das Neujahrs-Angebot, das Buchungsanreize schafft. In diesem Jahr haben sich etliche Busgruppen angemeldet. Und damit Rostocker möglichst ohne Auto kommen, fahren Busse und Bahnen viel häufiger.

Das Motto… heißt in diesem Jahr „Für Dich“. Passend dazu wird die Band Rauschhardt ihren Song „For You“ singen. Das Motto richtet sich an alle Besucher und als Dank auch an die Sponsoren.

Die Show… startet mit einem Vorprogramm ab 15 Uhr mit Musik. Dann singen die Warnemünder Lokalgrößen Spill und die Matrosen in Lederhosen. Durch das Programm führen Timo Close und Horst Marx. Die Inszenierung startet um 18 Uhr nach einem Countdown. Die Show dauert knapp 26 Minuten und endet, wenn die Jahreszahl 2013 am Leuchtturm erscheint.

Die Mitwirkenden… sind 120 Techniker, Feuerwerker, Künstler, Sicherheitspersonal, Sanitäter um Regisseur Torsten Sitte. Am Neujahrstag ab 8 Uhr sorgen sie dafür, dass um 18 Uhr alles auf den Punkt passt.

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