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Kundgebung in Rostock : Sie kämpfen für das Volkstheater

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Neuesten Nachrichten

Rostocker Initiative organisiert für morgen Nachmittag eine Kundgebung. Endgültige Sparten-Entscheidung fällt im Februar.

von
erstellt am 27.Jan.2015 | 12:00 Uhr

Seit Monaten kämpfen kulturaffine Rostocker schon gegen Kürzungen am Volkstheater. Nach einer großen Demonstration im November wird es morgen Nachmittag wieder laut auf dem Neuen Markt. Die „Initiative Volkstheater“ veranstaltet dort ab 14.45 Uhr eine große Rednergala – pünktlich zur Sitzung der Bürgerschaft. Denn die entscheidet letztlich darüber, ob das Volkstheater in Zukunft mit zwei Sparten auskommen muss.

Um auf die Kundgebung aufmerksam zu machen, haben die Organisatoren rund 30 000 Flyer in den Stadtteilen verteilt. Nun hoffen sie, dass viele Hansestädter dem Aufruf folgen und sich an der Aktion beteiligen. „Die Bürger müssen jetzt klarmachen, dass das Theater mit allen Facetten zu Rostock gehört“, sagt Malte Rüther, einer der Mitorganisatoren.

Um ihrem Anliegen Nachdruck zu verleihen, setzen die Veranstalter auch auf prominente Unterstützung aus ganz Deutschland. So hat Jan-Ole Ziegeler, der ebenfalls zum harten Kern der „Initiative Volkstheater“ gehört, 120 Prominente aus dem Kulturbereich sowie 130 Theater und ihre Intendanten angeschrieben. Viele von ihnen beteiligen sich mit Video- oder Briefbotschaften, einige konnte Ziegeler sogar für einen Live-Auftritt gewinnen. „Ihre Botschaften sind alle sehr energisch“, erzählt Ziegeler.

Eingeladen wurden auch Oberbürgermeister Roland Methling (parteilos) und Kultusminister Mathias Brodkorb (SPD). Die beiden Politiker hätten sich aber noch nicht dazu geäußert, so Jan-Ole Ziegeler.

Zusammengefunden hat sich die Initiative Ende 2014. Der Erfolg der Demonstration im November sei ein auslösendes Moment gewesen, erzählt Ziegeler. Als eigenständige Initiative wollen sie die Rostocker nun ein zweites Mal mobilisieren. Unterstützt werden sie dabei von der Linkspartei, die beim Verteilen der Flyer geholfen, die Kosten für Bühne und Technik übernommen hat. „Ich gehe davon aus, dass diese Veranstaltung einen Effekt auf die Bürgerschaft hat. Die Botschaften der Rostocker kommen eigentlich immer an“, sagt Kreisvorsitzende Eva-Maria Kröger.

Zum Abschluss wird die Sparten-Diskussion morgen aber noch nicht kommen. Sie wurde auf die nächste Sitzung verlegt, nachdem Theater und Fraktionen zwei neue Sparmodelle vorgelegt hatten. Diese sollen jetzt geprüft werden. Der endgültige Beschluss wird am 25. Februar fallen.

 

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