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Prostituierten-Prozess in Rostock : Sicherheitskontrollen bei Raubprozess

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Neuesten Nachrichten

Zuschauer müssen sich bei Prozess gegen Mohamed M. und Ahmed J. ausweisen und Taschen vorzeigen

In dem Prozess gegen die Syrer Basem B. (30), Mohamed M. (19) und Ahmed J. (20), die sich vor dem Rostocker Landgericht wegen schweren Raubes verantworten müssen, wurden seit heute die Sicherheitsvorkehrungen verstärkt. Alle Zuschauer mussten sich ausweisen, und es wurden Taschenkontrollen durchgeführt. Das betraf auch die beiden Angeklagten Mohamed M. und Ahmed J., die sich auf freiem Fuß befinden.

Anlass war ein Vorfall am letzten Verhandlungstag im September, als sich am Schluss des Prozesses die Angeklagten M. und J. von ihrem Landsmann Basem B. durch Umarmungen verabschiedeten und dabei versucht haben sollen, ihm Drogen zuzustecken. Außerdem wurden am Verhandlungstag im September mehrere Landsleute der Angeklagten, die den Prozess von den Zuschauerreihen aus verfolgten, aufgefordert, sofort ihre Handys auszuschalten, weil davon ausgegangen wurde, dass sie die Verhandlung aufzeichnen.

Die Angeklagten werden beschuldigt, in der Nacht des 1. Februar 2017 die ungarische Prostituierte Viktoria M. (21) in der Neuen Werderstraße überfallen und ausgeraubt zu haben. Dabei soll Basem B. ihr ein langes Messer an die Kehle gesetzt und ihr einen Diamantring im Wert von 1800 Euro vom Finger gezogen haben. Der aus dem Nebenzimmer herbeieilende Verlobte der Viktoria M. wurde durch die beiden Mitangeklagten am Eingreifen gehindert, indem sie die Zimmertür zuhielten. Die Täter sollen auch noch zwei Handys und 1550 Euro Bargeld erbeutet haben. Die Angeklagten bestreiten die Tat. Basem B. äußerte sein Befremden, dass es in Deutschland möglich ist, auf die Aussage einer Prostituierten hin eine Anklage zu zimmern, die ihn für Jahre ins Gefängnis bringen würde.

Um die Glaubwürdigkeit der Zeugin zu erschüttern, stellten die Verteidiger zahlreiche Beweisanträge, die zum größten Teil abschlägig beschieden wurden. Dem Antrag, ein ungarisches Führungszeugnis über Viktoria M. einzuholen, wurde dagegen stattgegeben. Es enthält laut Bekanntgabe des Gerichts aber keine Eintragungen. Der Prozess wird am 16. Oktober mit den Plädoyers fortgesetzt.

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