Hightech : Sensoren helfen bei Stau auf B 105

Sensoren, wie hier Am Strande in Rostock, sind jetzt auch an der B 105 installiert und übermitteln Daten zur Verkehrslage.
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Sensoren, wie hier Am Strande in Rostock, sind jetzt auch an der B 105 installiert und übermitteln Daten zur Verkehrslage.

Land installiert 31 Bluetooth-Empfangsgeräte an Ampeln entlang der viel befahrenen Straße. Datenerfassung in Rostock schon erprobt.

svz.de von
20. März 2014, 10:00 Uhr

Staufrei auf der Bundesstraße 105 unterwegs sein – nicht nur im Sommer, sondern auch zu den Stoßzeiten ist das fast unmöglich. Ein neues System soll es nun Autofahrern ermöglichen, bereits vor Fahrtantritt die Verkehrsbelastung auf der Strecke zwischen Bargeshagen und Altheide abschätzen und Staus umfahren zu können. Dafür werden an Ampeln und Laternenmasten kleine Bluetooth-Sensoren angebracht, die Signale von vorbeifahrenden Autos erfassen und so den Verkehrsfluss in Kategorien von flüssig über zähflüssig bis hin zu Stau einteilen.

In der Hansestadt Rostock wird das bereits seit 2011 getestet – „zuerst mit acht Geräten, mittlerweile sind es 21 im Hauptverkehrsnetz“, sagt Heiko Tiburtius. Neben der L 22 sind die Sensoren auch an Ampeln und Masten im Bereich des inneren Tangentenrings sowie an den Zubringern zum äußeren Ring, zum Beispiel der Tessiner Straße und der Nobelstraße, montiert worden, sagt der Leiter des Tief- und Hafenbauamtes. Bis Mitte dieses Jahres soll der erste Probelauf mit Datenerfassung und -auswertung mindestens noch andauern.

Das Land hat nun nachgezogen und auch die B 105 mit entsprechenden Geräten ausgestattet. Von Bargeshagen bis Schutow sowie von der Autobahnauffahrt 19 bis Altheide wurden zehn Sensoren angebracht. Insgesamt werden dafür 350 000 Euro investiert, die sich der Bund, das Land und die EU teilen. „Wir wollen Lösungen finden, um den Verkehr auf der zu Stoßzeiten stark frequentierten B 105 zu entzerren“, sagt Verkehrsminister Christian Pegel (SPD). Die Datenerfassung mittels Bluetooth sei dafür ein erster Schritt.

Und so funktioniert’s: Die kleinen Geräte empfangen die Signale aus vorbeifahrenden Autos. Zum Beispiel, wenn der Fahrer an seinem Handy Bluetooth eingeschaltet hat oder das Navigationsgerät läuft. „Es muss niemand dafür extra Bluetooth einschalten, der Erfahrung nach reicht die normale Netzabdeckung“, sagt Tiburtius. Personenbezogene Daten würden nicht übermittelt, weshalb auch Datenschützer grünes Licht geben.

Einmal erfasst, werden die Signale zur Berechnung der Verkehrszahlen an einen Server in die Verkehrsmanagementzentrale der Fernmeldemeisterei Malchow weitergeleitet. Dort wird die Verkehrslage auf der B 105 und im Rostocker Stadtgebiet berechnet und der Verkehr kategorisiert: Grün für flüssig, Gelb für zähflüssig, Rot steht für Stau.

Bislang ist die Verkehrsbelastung nur auf einer speziellen Karte auf der Internetseite des Landesamtes für Straßenbau und Verkehr zu finden. Vorgesehen ist aber, zu einem späteren Zeitpunkt die Daten auch in Verkehrsmeldungen und Navigationssysteme einzuspeisen.

Link zu Homepage: http://strassenbauverwaltung.mvnet.de/; dann auf den Punkt Straßenverkehrsinformationen und das Zeichen der B 105 klicken.

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