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Warnemünde: Bildhauer aus sieben Ländern arbeiten mit : Sensationelle Kunstwerke aus Sand

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Unter extremen Temperaturen arbeiten die Künstler an den Sandskulpturen für die 4. Sandwelt am Pier 7. Das Thema: "Das Logbuch des Klabautermanns - Geschichten, Märchen, Mythen rund um das Meer".

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erstellt am 05.Apr.2013 | 07:48 Uhr

Warnemünde | Unter extremen Temperaturen arbeiten derzeit die Künstler an den Sandskulpturen für die 4. Sandwelt am Pier 7. Sie steht unter dem Thema "Das Logbuch des Klabautermanns - Geschichten, Märchen, Mythen rund um das Meer". Neun Künstler aus sieben Ländern sind beteiligt. Einige von ihnen haben bereits bei der Eiszeit in Rövershagen mitgewirkt. "Das war vielleicht ein schlechtes Omen hinsichtlich der Kälte", sagt Othmar Schiffer-Belz, künstlerischer Leiter der Ausstellung, der selbst einen Klabautermann gestaltet. "Vielleicht müssen wir nächstes Jahr Künstler aus Afrika oder Indien einsetzen, wenn dadurch besseres Wetter garantiert ist", flachst Schiffer-Belz. In diesem Jahr mussten Gasbrenner eingesetzt werden.

Rund 400 Tonnen Sand werden für die Bauwerke verbraucht. Jeder Teilnehmer hat sich mit einer Skizze für die Sandwelt beworben. Mit dabei sind die Künstler Sergey Tselebrovsky und Sergey Zaplatin aus Russland, die schon in Rövershagen die Skulptur "Fliegender Holländer" - ein Geisterschiff mit Piraten - und eine Windkogge für Pier 7 gebaut haben.

Jeden Tag um 11 Uhr gibt es am Pier 7 eine kostenlose Führung mit Othmar Schiffer-Belz. Dort wiederholen sich viele Fragen: "Die Gäste wollen häufig wissen, woher der Sand kommt", sagt Schiffer-Belz. Das Gemisch stammt aus einer Sandgrube aus Niederlehme in Brandenburg. Der Sand wird nur mit Wasser vermischt. Die Besucher interessiert auch, weshalb diese Verbindung hält. "Der Sand besitzt eine eckige Kornstruktur und muss gut binden", so der Leiter der Ausstellung. Mitarbeiter des Pier 7 haben das Gemisch in Schalungen mit Rüttlern festgestampft. Der Ostseesand ist von seinem Korn her zu rund und lässt sich nicht verdichten.

Der Eintritt zur Sandwelt ist kostenfrei, die sensationellen Skulpturen sind bis zum 31. Oktober zu sehen. Im Juni kommt mit Ariel Kolly, dem Zen-Meister der Stein-Balance, ein weiterer Spezialist. Der Schweizer zeigt in kostenlosen Workshops, wie man ohne Hilfsmittel Steine übereinanderstellen und Figuren bauen kann.

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