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Norddeutsche Neueste Nachrichten

19. November 2017 | 06:19 Uhr

Südstadt : Senioren wollen sich bewegen

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Neuesten Nachrichten

Sportangebote und ein Ort des Austauschs: Errichtung eines Mehrgenerationen-Aktivplatzes am Kringelgraben geplant

von
erstellt am 06.Sep.2016 | 11:45 Uhr

Einen Ort unter freiem Himmel, an dem alle Generationen zusammenkommen, miteinander Sport treiben, einen Plausch abhalten oder sich zum Grillabend verabreden, könnte es bald in der Südstadt geben. Margitta Böther und Robert Sonnevend planen derzeit die Gestaltung eines Aktivplatzes am Kringelgraben.

Die Idee flammte bereits im November 2015 auf, als Böther in einer Planungswerkstatt zur Gestaltung des Stadtteils von den Wünschen der Anwohner hörte. Dort sei mehrfach angeregt worden, einen Platz zu schaffen, an dem insbesondere die älteren Bewohner aktiv werden können. Das Ergebnis einer Seniorenbefragung bestätigte den Eindruck: „Unter den Rückläufen war angeführt, dass Orte der Bewegung geschaffen werden sollten“, sagt Sonnevend.

Böther kam sofort die Wiese am Kringelgraben in den Sinn. Bisher befindet sich dort lediglich eine Schaukel, eine Tischtennisplatte sowie ein überdachter Grillplatz. „Der Platz ist so schön. Er wird nur nicht genutzt.“ Das städtische Grünamt habe generell vorgesehen, den Ort zu entwickeln. Bisher sei ein Spielplatz an der Stelle vorgesehen gewesen. Nachdem Sonnevend mit verschiedenen Trägern und Initiativen im Stadtteil sprach, ging er mit der Idee, einen Mehrgenerationen-Aktivplatz zu konstruieren, zum Grünamt. „45 Prozent der Südstadt-Bewohner sind 65 Jahre und älter. Wir müssen dieser Generation im öffentlichen Raum gerecht werden“, findet Sonnevend. Am 12. Oktober soll gemeinsam ein konkretes Konzept erarbeitet werden. „Wenn der Haushalt im nächsten Jahr durch ist, kann es losgehen.“

Margitta Böther hat bereits visuelle Pläne, vor allem, was die Auswahl möglicher Sportausstattung anbelangt: „In Broderstorf gibt es zum Beispiel einen Aktivplatz, den kein Senior nutzen kann, weil die Geräte zu schwer zu bedienen sind. Das wollen wir vermeiden“, sagt sie. Doch bevor die Auswahl auf den Rückentrainer mit Zehnjahresgarantie fällt, müsste die generelle Nutzung der Wiese besprochen werden. „Zu welchem Anteil soll hier Sport möglich sein? Soll der Platz auch für kulturelle Veranstaltungen freigegeben werden? Wie viel Erholungsoasen brauchen wir?“, beschreibt Sonnevend. Außerdem soll in diesem Kontext auch über die Gestaltung des Kringelgrabens allgemein gesprochen werden. „Wie soll dieses riesige Parkgelände aussehen, damit es in Zukunft angenommen wird?“, fragt Sonnevend.

Am 10. September feiern die Südstadt und Biestow ein gemeinsames Stadtteilfest, zu dem traditionell auch ein Spendenlauf gehöre. „Dieses Mal wollen wir für den neuen Aktivplatz sammeln, damit dort ein kleines Begegnungshäuschen für zwölf bis 15 Personen errichtet werden kann“, freut sich Böther.

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