Länger leben im Quartier : Senioren sollen raus aus der Isolation

Für das Projekt  „Länger leben im Quartier“ sind Robert Sonnevend, Sozialmanagerin Antje Borrasch, Projektberater Stefan Paulaeck und Gesundheitskoordinatorin Kristin Schünemann (v. l.) verantwortlich.
Für das Projekt „Länger leben im Quartier“ sind Robert Sonnevend, Sozialmanagerin Antje Borrasch, Projektberater Stefan Paulaeck und Gesundheitskoordinatorin Kristin Schünemann (v. l.) verantwortlich.

Eine Studie zeigt: Die Südstädter bringen sich kaum im Stadtteil ein. Um das zu ändern, plant das Rathaus nun einen ersten Informations-Tag.

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13. November 2014, 12:00 Uhr

5419 Menschen, die älter als 65 Jahre sind, leben in der Rostocker Südstadt. Viele sind sozial isoliert, nutzen Angebote im Stadtteil sehr wenig – das will die Hansestadt jetzt ändern. Unter dem Motto „Älter werden in der Südstadt und in Biestow“ soll daher am 26. November ab 14 Uhr im Heizhaus, Tychsenstraße 9b, der erste Senioreninformationstag stattfinden. Außerdem werden derzeit Senioren befragt, was sie sich für ihren Stadtteil wünschen. Die Ergebnisse werden beim Informationstag vorgestellt und diskutiert.

„Bei den Antworten ist die Tendenz erkennbar, dass relativ wenig Wohnungen barrierefrei ausgerichtet sind“, sagt Sozialmanagerin Antje Borrasch. Sie ist beim Landesverband Sozialpsychiatrie Mecklenburg-Vorpommern beschäftigt und begleitet das Modellprojekt „Länger leben im Quartier“ mit ihrer Masterarbeit wissenschaftlich. Insgesamt waren 2000 Fragebögen verschickt worden. 500 kamen bisher zurück.

Die Themen Gesundheit, Mobilität, Engagement und Hilfe stehen im Fokus: „Wir wollen Menschen mit komplexem Hilfebedarf besser unterstützen, denn das Thema Überalterung ist in Mecklenburg-Vorpommern ein besonderes Problem“, so Stefan Paulaeck, Berater für das Projekt „Länger leben im Quartier“. In Rostock spiegele sich der ausgeprägte Pflegebedarf in der Südstadt wider, die als zweitältester Stadtteil den höchsten Anteil an Altersrenten in Rostock habe.

„Die Bürger sollen wissen, was in der Südstadt los ist, damit sie im Alter aktiv sein können“, so Kristin Schünemann, Gesundheitskoordinatorin der Stadt. Daher seien die Ortsbeiräte als Ansprechpartner für alltägliche Fragen beim Informationstag dabei. Außerdem werden Fußdruckmessungen, Gesundheitskurse, Seniorentanz, Tipps zum Lebensmitteleinkauf und Rollator-Trainings angeboten.

Kontakt: Noch liegen die Fragebögen aus. Robert Sonnevend hilft unter Telefon 12 744 460 weiter.

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