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Norddeutsche Neueste Nachrichten

20. November 2017 | 16:41 Uhr

Verkehr Rostock : Senator schafft Parkchancen

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Neuesten Nachrichten

Holger Matthäus will Plätze für Pendler Am Kabutzenhof realisieren. Gleichzeitig will er zum Parkhaus an der Polizei mit dem Innenministerium nachverhandeln.

Während in der Kröpeliner-Tor-Vorstadt (KTV) die Kreuzungsbereiche oft so weit zugeparkt sind, dass große Fahrzeuge kaum, geschweige denn die Feuerwehr, durchkommen, gibt es noch Kapazität am Stadthafen. Die will Bau- und Umweltsenator Holger Matthäus (Grüne) den Anwohnern öffnen.

Der Parkplatz Am Kabutzenhof wird von der Parkhaus Gesellschaft Rostock GmbH betrieben, einer hundertprozentigen Tochtergesellschaft der Wiro. Von 8 bis 20 Uhr sind die rund 200 Plätze gebührenpflichtig. „Das könnte man im Sinne der Anwohner verkürzen“, sagt Matthäus. Außerdem sei eine preiswerte Nachtparkkarte für Anwohner denkbar. 60 Prozent der jährlichen Nettoerlöse gehen an die Stadt – und damit rund 24 000 Euro. Wenn er das gegen die Parkchancen und infolge dessen größere Verkehrssicherheit rechnet, sei es keine schwere Entscheidung, so der Senator.

„Angesprochen wären die Pendler, die die wirklich täglich ihr Auto benutzen müssen“, sagt er. Die Parkplätze seien gut gelegen, fußläufig erreichbar. „Die Wiro bringt sich bei der Parkplatzproblematik sehr gut ein“, sagt Matthäus. Auch in diesem Fall hat er schon Wiro-Chef Ralf Zimlich kontaktiert. Er sei aufgeschlossen gewesen. Das Unternehmen bietet bereits Monatskarten für 30 Euro an. Das werde wenig angenommen, auf dem Platz allerdings auch nicht beworben. Matthäus sieht im Parkplatz, der meist noch Kapazitäten hat, eine Chance für die KTV.

De facto fällt der Hafen an dieser Stelle aber in den Ortsbeiratsbereich Stadtmitte. Beiratsvorsitzender Werner Simowitsch (Linke) gibt sein Okay. „Das ist keine Frage, dass das von der KTV genutzt werden kann“, sagt er. Parkplätze gebe es dort einfach viel zu wenig. „Man kann durch die Idee die Bedingungen verbessern. So lässt sich auch schnell was tun“, so der Vorsitzende.

Matthäus hat gestern einen Prüfauftrag an die Wiro geschickt. „Ich kann mir durchaus eine intensivere Nutzung vorstellen“, heißt es darin. Es sei gerade der Nachtzeitraum zu betrachten, da gerade dann schwierige Verkehrsverhältnisse in der KTV eher entspannten Verhältnissen auf dem Kabutzenhof-Parkplatz gegenüberstünden. Unabhängig voneinander sollen die „Ausdehnung der kostenlosen Nutzzeiten von heute 20 bis 8 Uhr auf 18 bis 10 Uhr“ und das „Angebot einer Nachtkarte“ geprüft werden. Für den Kehrwieder hat Matthäus das Tief- und Hafenbauamt beauftragt, eine Fußgängerampel zu bauen. „Es ist einfach kreuzgefährlich“, sagt er. Über rund 600 Meter sei bisher kein Übergang. Eine Realisierung sei bis 2016/17 möglich.

Parkchancen sieht der Senator weiterhin durch das Parkhaus an der Polizeiwache der KTV. Das hatte das Innenministerium aus Sicherheitsgründen abgelehnt. Der Senator will nachverhandeln. Eine Alternative, wenn auch schwieriger umsetzbar, sei ein Wiro-Parkhaus an der S-Bahn in der Ulmenstraße.

 

Parkchancen im Überblick: Die Parkhaus Gesellschaft Rostock GmbH (PGR) gibt es seit 1998. Die Wiro wollte und will mit ihrer Tochter das Parkraumangebot vergrößern. Tiefgarage an Langer Straße, Hafenterrasse oder auch das Parkhaus am Uniklinikum gehören dazu. Grunddaten: In der KTV gibt es etwa 4000 öffentliche Parkplätze bei mehr als 19 000 Einwohnern. Optionen: Ulmen- und Maßmannstraße sollen ab 2015/16 saniert werden – für 3,5 Millionen Euro bis 2017. Im Zuge dessen werden auch die Parkplätze angepasst. Der Ulmenmarkt ist bei der Sanierung außen vor. Eine mögliche Bebauung wird aktuell debattiert

 

 

 

 

 

 

 

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