Rathaus : Senator: Rostock soll ein Tor zur Welt haben

Enthüllungen: Nike Czerny-Christenson (35) übernimmt mit dem Jahreswechsel die Leitung des Migrationsamtes von Gert Rödig (65). Über den neuen Namen der Behörde entschied die Verwaltungsspitze, darunter Senator Chris Müller (r.).
Enthüllungen: Nike Czerny-Christenson (35) übernimmt mit dem Jahreswechsel die Leitung des Migrationsamtes von Gert Rödig (65). Über den neuen Namen der Behörde entschied die Verwaltungsspitze, darunter Senator Chris Müller (r.).

Die Hansestadt entscheidet sich als erste Kommune zur Umbenennung der Ausländerbehörde in Migrationsamt.

svz.de von
21. Dezember 2014, 06:00 Uhr

Große Bedeutung soll für Rostock ein kleines Schild, rechts neben dem Rathaus, haben. Die Ausländerbehörde ist zum Migrationsamt geworden. Das soll dem neuen Kurs der Stadt Ausdruck verleihen.

Die Idee war vor rund einem Jahr gewachsen, sagt der Leiter Gert Rödig. Sie komme aus dem Amt. Mit den Jahren habe sich die Behörde mehr und mehr geöffnet. Der neue Name solle das nach außen tragen: „Wir wollen uns als weltoffene Stadt mit Willkommenskultur präsentieren“, sagt Nike Czerny-Christenson (35). Bislang bearbeitet sie Ausländerrechtsfragen. Ab dem 1. Januar 2015 erwartet sie eine neue Aufgabe. Rödig geht in Rente und übergibt ihr das Zepter, die Leitung des Migrationsamtes.

Die Bezeichnung ist einmalig für eine deutsche Kommune – aber passend, findet Ordnungssenator Chris Müller (SPD). „Es geht um weit mehr als die Vergabe von Aufenthaltstiteln, sondern um Integration“, sagt Müller. „Wir sind eine Universitäts- und Hafenstadt. Das bedeutet, ein Tor zur Welt zu haben und nicht eine Mauer“, so Müller.

Die Behörde hat ab Januar elf Mitarbeiter, die Fragen zu Einreise, Aufenthalt auch für Flüchtlinge, Staatsbürgerschaft und Eingliederung klären. Schwerpunktmäßig kommen Zugewanderte, die in Rostock studieren wollen, an der Uni, wissenschaftlichen Einrichtungen, der Hochschule für Musik und Theater oder bei großen Firmen wie Liebherr arbeiten können, sagt Czerny-Christenson. In Rostock leben 8000 ausländische Staatsbürger aus mehr als 100 Ländern. Am 22. Januar werden 180 Menschen eingebürgert.

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