Rostock Lütten Klein : SEK-Einsatz nach SMS-Drohung

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Foto: Stefan Tretropp

In der Nacht zu heute hat ein 38-Jähriger in Rostock mit einer SMS für einen stundenlangen Polizeieinsatz gesorgt. Zum Schutz vor sich selbst wurde er vom SEK abgeführt.

svz.de von
26. August 2016, 10:57 Uhr

In der Nacht zu heute ist es im Rostocker Stadtteil Lütten Klein zu einem stundenlangen Polizeieinsatz gekommen, der in den frühen Morgenstunden in einen Zugriff des Spezialeinsatzkommandos (SEK) mündete. Ein 38-jähriger Mann wurde zum Schutze vor sich selbst abgeführt.

Hintergrund des heiklen Einsatzes war eine SMS-Drohung, die der 38-Jährige einer Bekannten zukommen ließ. "Er hatte gegenüber der Frau seinen Suizid angekündigt", sagte Isabel Wenzel, Pressesprecherin im Polizeipräsidium Rostock. Die Polizei versuchte zunächst, mit einer Verhandlungsgruppe Kontakt zum 38-Jährigen aufzubauen. Als dann plötzlich ein lauter Knall aus der Wohnung des Mannes in der Ostseeallee zu hören war, riefen die Beamten das SEK zur Unterstützung. "Wir konnten nicht zuordnen, ob es ein Schuss oder ein Silvesterknaller war", sagte Einsatzleiter Sebastian Schütt.

Nachdem auch die letzten Verhandlungen vor der Wohnungstür scheiterten, stürmten die schwer bewaffneten SEK-Kräfte die Wohnung. Zum Schutze vor sich selbst wurde der 38-Jährige mitgenommen und einem Arzt vorgestellt. Bei der anschließenden Wohnungsdurchsuchung fanden die Beamten keine Waffen oder Ähnliches. Der 38-Jährige wurde zwangseingewiesen. Nach rund sechs Stunden ging der Polizeigroßeinsatz zu Ende.
 

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