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Institut für Ostseeforschung ist Schauplatz für bundesweit erste Science Soap : Seifenoper im Labor

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In einem Labor im Leibniz-Institut für Ostseeforschung Warnemünde braucht das Filmteam vollkommene Stille, denn das Institut ist einer der Drehorte, an denen "Sturm des Wissens" gedreht wird.

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erstellt am 13.Aug.2013 | 10:49 Uhr

Warnemünde | "Ruhe bitte!", ruft Regisseur André Jagusch. In einem Labor im Leibniz-Institut für Ostseeforschung Warnemünde (IOW) braucht das Filmteam vollkommene Stille, denn das Institut ist einer der Drehorte, an denen "Sturm des Wissens" gedreht wird - die bundesweit erste Science Soap. Nach mehreren Proben kann endlich geschossen werden, wie es beim Film heißt, bis die Szene im Kasten ist.

Hauptdarstellerin der Science Soap ist Anke Retzlaff. Sie spielt Nele, die frisch in Rostock angekommen ist und durch Zufälle Kontakt mit der Wissenschaftslandschaft der Hansestadt bekommt. "Am Ende muss sie sich entscheiden, was sie überhaupt vom Leben will", verrät Jagusch. Denn Nele, die eigentlich in der Hotelbranche arbeiten will, findet heimlich immer mehr Interesse an Forschung und Wissenschaft. Diese Ereignisse in der Serie kommen nicht von ungefähr. Mit dem, was die Hauptfigur in "Sturm des Wissens" erlebt, wollen die Initiatoren dieser etwas anderen Seifenoper vor allem Mädchen für Wissenschaft und ein Studium an der Universität begeistern. "Studienfächer wie Schiffbau oder Informatik sind noch immer Männerdomänen. Wir brauchen die Frauen in diesen Fächern und wollen natürlich auch diese verhärteten Rollenbilder aufbrechen", erklärt Prof. Dr. Uwe Freiherr von Lukas, Initiator und Ideengeber der Soap. Vor allem wolle man auf den außergewöhnlichen Wissenschaftsstandort Rostock hinweisen, denn hier seien so viele Institute in einer Dichte angesiedelt, die es sonst kaum woanders gebe.

Die Schauspieler sind selbst Studenten der Hochschule für Musik und Theater (HMT) und bekommen bei den Vorbereitungen der Szenen hin und wieder selbst eine kleine Nachhilfestunde. "Das sind ja wahnsinnige Geräte, die hier im IOW in den Laboren stehen. Da ist man schon beeindruckt", betont Schauspielerin Anastasija Bräuniger.

Und damit sie und der Rest der Filmcrew auch genau wissen, worum es geht, wird sich im Drehbuch auch an die Realität gehalten. "Wir versuchen, die Vorgänge genauestens einzuhalten und nur Wissenschaft zu zeigen, die real und gut recherchiert ist", unterstreicht Projektkoordinatorin Judith Platz.

An dem Projekt, das unter anderem von Mitgliedern des Filmkooperationsnetzwerks "Rostocker Schule" realisiert wird, beteiligt sich die Stadt Rostock mit 30 000 Euro. Ausgestrahlt wird "Sturm des Wissens" ab kommendem Herbst in fünf Folgen, die auf der Internetseite des Projekts zu sehen sein werden. Die Premiere ist für Mitte November geplant.

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