Vermisstensuche : Segler geht vor Warnemünde über Bord

Die Segelyacht des Vermissten am alten Strom in Warnemünde.
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Die Segelyacht des Vermissten am alten Strom in Warnemünde.

Ein Mann stürzt bei einer Ausfahrt mit seinem Segelboot vor Warnemünde in die aufgewühlte See und verschwindet spurlos.

svz.de von
21. September 2015, 19:01 Uhr

Großeinsatz auf der Ostsee vor Warnemünde: Seit Montagnachmittag kurz vor 14 Uhr wird im Seegebiet vor dem Ostseebad nach einem Segler gesucht, der von einem Segelboot ins Meer gestürzt ist.

Der etwa 40-jährige Mann aus Hamburg war mit dem 12-Meter-Segelboot „Desdemona“ in Höhe der Hafenzufahrt zu Warnemünde unterwegs, als er etwa auf Höhe der Tonne 9 über Bord ging. Nach Eingang des Notrufes durch die verbliebene Besatzung fuhren unverzüglich ein Streifenboot der Wasserschutzpolizei, der Seenotrettungskreuzer Arkona sowie das Feuerlöschboot der Rostocker Berufsfeuerwehr zu dem Unglücksort. Auch weitere Schiffe aus der Umgebung beteiligten sich an der Suche. Ebenfalls kreiste ein SAR-Hubschrauber der Marine über dem Suchgebiet. Anhand von Strömungsberechnungen der Seenotleitstelle in Bremen wurde ein Suchsektor festgelegt, der ständig an die aktuellen Strömungsverhältnisse angepasst wurde. Unter Leitung der Seenotretter der DGzRS suchten die Retter über Stunden nach dem Vermissten. Die Feuerwehr setzte sogar Taucher ein, die aber in der aufgewühlten See vergeblich nach dem Mann suchten.

Das Unglücksboot steuerte unterdessen Warnemünde an und machte am alten Strom fest. Die restliche Besatzung wurde dort von Notfallseelsorgern und der Polizei betreut. Bei dem Boot handelt es sich um eine hölzerne Charteryacht mit Heimathafen Lübeck. Das Mahagoni-Boot wurde 1959 in Venedig gebaut und wird heute von einem Bootsverleih in Bad Schwartau aus für Ostseesegelturns mit bis zu sechs Personen vermietet.

Wie es genau zu dem Unglück kommen konnte, konnte die Wasserschutzpolizei derzeit noch nicht mitteilen. Die Hoffnung, den Mann noch lebend zu retten, waren gering, dennoch wurde die Suche trotz schlechtem Wetters bis zum Einbruch der Dunkelheit fortgesetzt. Gegen 19 Uhr brachen die Suchmannschaften dann ihre Arbeit ab. Die Suchaktion soll nach Auskunft der Wasserschutzpolizei am Dienstag fortgesetzt werden.

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